BigAl87 schrieb:
Diese Szenarien bringen doch alles nichts... Betano hat das zurückgenomme Tor kurzzeitig als regulären Treffer anerkannt, in dieser kurzen Zeitspanne hat Valverde die Gunst der Stunde genutzt und einen Cashout gemacht und Sekunden später auf sein Konto ausgezahlt - also nix verwerfliches o. illegitimes - er wusste zu dem Zeitpunkt ja auch nicht das der Treffer zurückgenommen wird.
Wenn dann kann man Betano einen Vorwurf machen - sie haben ohne Prüfung der Auszahlung 2x zugestimmt (Cashout und Auszahlung aufs Konto), egal ob das ein Mitarbeiter prüft oder automatisch passiert. Wenn Betano diese Möglichkeiten anbietet, sind sie auch dafür verantwortlich wenn's daneben geht. Außerdem sollte ein Cashout erst nach Spielende der letzten Partie auf dem Schein gutgeschrieben werden -> theoretisch ein Verstoß gegen die deutsche Gesetzgebung.
Eine faire Kommunikation zwischen Kunde und Unternehmen wurde ja auch seitens Betano verweigert. Nach dem Motto "Zahl die Kohle zurück....Kunde reagiert für's erste nicht, weil er sich eventuell selbst erstmal einen Überblick der rechtlichen Lage verschaffen will - und paar Stunden später ist der Account dicht"In meinen Augen liegt der Fehler bei Betano...
Also, die Kontoschließung nach son Fall ist mir eig. neu. Normalerweise wird da nichts dicht gemacht, da sie hoffen, dass du weiter spielen möchtest. Daher ist die Kontoschließung per se ein Fehler von Betano, da sie zu schnell das Konto dicht gemacht haben.
Allgemeine Meinung:
Jetzt mal ehrlich: wie oft haben Buchmacher den Vorteil für sich ausgenutzt? Gewinnst du zu oft -> Limitierung, ohne wenn und aber. Keine Chance auf eine "faire Kommunikation". Der Buchmacher sollte bei sowas nicht gleich die Bude vollheulen, da sie viel zu oft mit viele unfaire Mitteln durchkommen und sich auf die AGBs berufen (im Sinne von sie müssen kein Spieler akzeptieren, da es keine Annahmepflicht gibt).
Juristisch ist das schwer zu urteilen, da keine Urteile zu finden sind. Jedoch gilt der angebotene CO wie eine Willenserklärung. Ein Angebot ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung, mit der jemand einem anderen einen Geschäftsschluss derart anbietet, dass das Zustandekommen des Vertrages nur noch von dessen Zustimmung abhängt.
Mit der Annahme des CO durch den Spieler kommt die 2. Willenserklärung zustande, also ein Vertrag. Verträge können angefochten werden, hier wäre z. B. "fehlerhafte Willensäußerung -> technischer Fehler". War das ein technischer Fehler? Interpretationssache, da das Tor zunächst galt und dann später für ungültig erklärt worden ist. Unter "Technischer Fehler" würde ich z. B. eine zu hohe Quote oder bereits gespielte Veranstaltungen verstehen, die angeboten wurden.
Letztendlich kann der Spieler hier keine böse Absichten vorgeworfen werden, da dieser selbst nicht wusste, ob das Tor regulär war oder nicht. Zudem müsste man ja auch noch beweisen, dass der Spieler es gewusst hat und mit Absicht diesen Fehler missbraucht hat.
TLDR: Spieler wird halt bei Betano nicht mehr spielen können, aber juritisch hat er vermutlich nichts zu verlieren. Selbst bei Inkasso kann man sich wehren und wenn sowas kommt, dann geht man halt zum Anwalt und lässt sich beraten. Solange sollte der Spieler die Füße still halten.



