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Krisenfest: Online-Casinos erwarten Ergebnisse wie 2019

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Veröffentlicht am
06. Aug 2022
von David

Die Corona-Pandemie mit ihren Lockdowns hat natürlich auch bei den Spielbanken ihre Spuren hinterlassen. Vor allem die Bruttospielerträge (BSE), welche sich aus dem Automatenspiel und dem klassischen Spiel zusammensetzen, sind in der Folge eingebrochen. Der Bruttospielertrag ist mit dem Umsatz vergleichbar und wird anhand der Einnahmen minus des Gewinns der Spieler errechnet.

Das war natürlich zu erwarten, da stationäre Unterhaltungsangebote, zu denen Spielbanken und Casinos nun mal gehören, in allen Bereichen mit den Lockdowns und Hygienevorschriften zu kämpfen hatten. Hierzu meint Kerstin Kosanke, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Spielbankenverbandes (DSbV): „Wir hatten im vergangenen Jahr Einbußen wie andere Branchen im Segment Unterhaltung auch“.

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Wie hat sich die Branche in der Pandemie entwickelt?

Vor der Pandemie konnten die Spielbanken 2019 noch ein Rekordjahr verbuchen. Der BSE lag bei 860,26 Millionen Euro. Nicht nur die Zahl allein war dabei beeindruckendend, sondern auch der mehr als 25-prozentige Anstieg zum Vorjahr. In Folge der Pandemie brach der BSE zuerst 2020 auf 566,4 Millionen Euro ein und 2021 dann auf 505,8 Millionen Euro. Das entspricht einem gesamten Rückgang von ca. 41 Prozent.

Dabei ging vor allem der BSE der klassischen Spiele nach unten, mit einem Verlust von 62 Prozent. Automatenspiele verloren im Vergleich nur 37 Prozent. Kosanke meinte hierzu: „Im Automatenspiel waren Hygienekonzepte leichter und eher umzusetzen als im klassischen Spiel. Hier raubt Corona zudem viel vom besonderen Charme.“ Trotzdem schaffte es die Branche, mit Kurzarbeit Entlassungen zu vermeiden.

Der Charme und die Kunden kommen zurück

Jetzt, da die Pandemie zumindest in großen Teilen vorbei ist, atmen auch die Spielbanken wieder auf. Das schlägt sich natürlich auch in den BSE nieder. Die Zahlen stehen zwar immer noch unter dem Eindruck der ersten Monate des Jahres, welche durch Corona bestimmt waren, sind aber deutlich optimistischer als 2020 oder 2021. Die BSE-Zahlen der ersten drei Monate des Jahres liegen sogar 8 Prozent über den Zahlen von 2019.

Diese Zahlen lassen die Industrie natürlich hoffen. Hier zahlt sich für die Casinos auch aus, dass man keine Mitarbeiter entlassen hat, wie zum Beispiel in der Gastronomie, da man jetzt die „Reserven“ wieder aktivieren kann. Dieser Trend spiegelt sich in der gesamten BEACH-Industrie (Booking, Entertainment, Airlines, Cruises & Casinos und Hotels). Kosanke fasst die Entwicklung passend zusammen: „Die Menschen wollen wieder raus und die zurückgewonnene Freiheit nutzen, um mit anderen etwas zu unternehmen“.

Die Konkurrenz aus dem Netz

Allerdings stellt sich den Spielbanken auch die Frage, wie man auf die Konkurrenz aus dem Netz reagieren soll. Die Online-Casino Landschaft ist in den letzten beiden Jahren förmlich explodiert. Immer mehr Angebote kamen auf den Markt, viele davon gelten seit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag als illegal. Auf der einen Seite gibt sich Kosanke gegenüber der Online-Konkurrenz entspannt und meint, dass „wer Ambiente, Lebensart und Spielkultur schätzt, kommt zurück in die stationären Casinos.“.

Hier sieht der DSbV einen weiteren Vorteil von Spielbanken, da man einen Standortvorteil hat. Stationäre Angebote werden schon vor der Eröffnung offiziell lizenziert, etwas, das man nur selten über die Online-Angebote sagen kann. Das spiegelt sich auch im Verhalten der Spieler wider, welche zunehmend verunsichert sind. Immer öfters stellen sich Fragen über die Zuverlässigkeit von Spielablauf und Finanztransaktionen.

Kosanke sieht dabei vor allem die Länder in der Pflicht, gute Alternativen zu den illegalen Angeboten zu bieten. Einige Bundesländer haben ihre Ziele schon klar kommuniziert. So will NRW maximal fünf Online-Casinos erlauben, während in Thüringen das Land selber als Anbieter auftreten wird.

Wie sieht die Zukunft aus?

Es ist natürlich immer schwer, in die Zukunft zu schauen, allerdings lässt sich davon ausgehen, dass die Industrie weiterwachsen wird. Es ist aber auch wichtig, dass das Angebot zeitgemäß ist. Kosanke stimmt die Branche schon jetzt darauf ein: „„Attraktive und zeitgemäße Angebote sind künftig entscheidend. Spielbanken müssen daher zusätzlich auch online gehen, um nicht als old school zu gelten. Die digitale Transformation endet nicht vor dem Roulette-Tisch.

  • https://www.casinoonline.de/blog/corona-verluste-durch-casino-schliessungen-in-deutschland/
  • https://www.isa-guide.de/isa-casinos/articles/204440.html
  • https://www.isa-guide.de/isa-casinos/articles/270627.html
  • https://www.verbaende.com/news/pressemitteilung/zum-halbjahr-prognose-2022-positiver-re-start-mit-8-prozent-plus-im-1-quartal-148735/
  • https://www.capital.de/wirtschaft-politik/das-sind-die-zehn-groessten-gluecksspiel-maerkte-der-welt

 

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