Mann wirft Würfel am Craps-Tisch im Casino

Craps Regeln – Die ultimative Anleitung

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Veröffentlicht am
14. Apr 2022
von Juergen

Ein jeder kennt das Casino-Spiel „Craps“ aus diversen Hollywood Filmen, doch nur die Wenigsten haben es bereits gespielt. Das Spiel mit den zwei roten durchsichtigen Würfeln ist vor allem in den USA weit verbreitet. Seven Eleven (wie Craps auch genannt wird) kann aber auch in Europa gespielt werden und ist auch von Deutschland aus über Online Casinos zugänglich.

Auf den ersten Blick erscheint Craps sehr kompliziert, doch mit der richtigen Anleitung ist das Spiel leicht erlernbar und man hat den Dreh schnell raus. Vor allem die vielen Artikel und Erklärungen, die man im Internet findet, können sehr verwirrend sein und schrecken viele Spieler davon ab, sich näher mit dem Spiel Craps zu beschäftigen.

Ich war 15 Jahre lang in der Live Casino Branche tätig, unter anderem als Croupier und Spielleiter. In diesem Artikel zeige ich, wie leicht es ist, Craps zu erlernen und erkläre das Spiel so ausführlich wie möglich. Wie spielt man Craps, was sind die Besonderheiten und welche Strategien gibt es? All diese Fragen beantworte ich hier.

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Warum sollte man Craps spielen?

Craps ist ein echter Klassiker unter den Casino-Spielen. Vor allem in den USA findet man dieses Spiel in beinahe jedem größeren Casino, während es im europäischen Raum nur selten vorzufinden ist. Daher ist es für deutschsprachige Spieler umso interessanter, das Spiel zu lernen und in Online Casinos auszuprobieren, wobei man hier meist nur eine vereinfachte Form von Craps vorfinden wird.

Craps hat einen sehr geringen Hausvorteil, insofern man die richtigen Wetten platziert. Das Spiel bietet viele Einsatzmöglichkeiten und das dynamische Spielgeschehen bringt Spannung mit sich. Das Grundprinzip von Craps ist schnell erlernbar. Man muss sich jedoch etwas genauer damit auseinandersetzen, um alle Wettmöglichkeiten zu verstehen. Dann macht es aber noch mehr Spaß und man hat lange Freude an diesem Spiel.

Craps – Das Spielfeld

Ein Craps Tisch mit Chips, Würfeln, Puck und Co.

Ein Craps-Tisch sieht von der Form her ähnlich aus wie ein Pokertisch. Umrandet wird der Tisch mit einer etwa 30 cm hohen Wand aus Holz oder Kunststoff. Auf dem meist grünen Tableau befinden sich die Einsatzfelder. Ganz unten und auf der äußersten Seitenlinie ist die Pass Line, darüber die „Don´t pass“ Wette. Nochmals darüber befinden sich noch diverse Sonderwetten und auf einem großen Feld kann die Wette Come platziert werden. Die Point Wetten werden mit den jeweiligen Zahlen in großer Schrift angezeigt. Seitlich auf dem Spielfeld befinden sich noch diverse Nebenwetten.

Das Spielfeld von Craps als Illustration

Gespielt wird mit zwei roten durchsichtigen Würfeln. In den meisten Casinos werden dem Spieler (Shooter) fünf Würfel vorgelegt, von denen er sich dann zwei aussuchen darf. Die Würfel werden dann auf das Spielfeld gegen die Wand geworfen. Der Croupier befindet sich hinter dem Tisch. Aus dem Blickfeld des Croupiers aus gesehen, sind die Einsatzfelder und die Zahlen verdreht. Die Spielchips befinden sich direkt vor dem Croupier. Der Puck ist eine weiße Scheibe, die in der Phase 2 des Spiels zum Einsatz kommt, und er wird direkt auf die aktuell gültige Zahl (Point) gelegt.

Wie spielt man Craps?

Es gibt verschiedene Versionen von Craps und die Regeln und Auszahlungen können sich von Casino zu Casino unterscheiden. Im Grundkern funktioniert Craps aber immer nach denselben Regeln. Hier will ich die Regeln so einfach wie möglich erklären. Bei Craps gibt es einige Sonderwetten und Nebenwetten, auf die ich hier auch genauer eingehen werde. Anfänger sollten sich aber unbedingt zuerst mit den zwei Phasen des Spiels auseinandersetzen. Sobald man das verstanden hat, ist es viel einfacher, auch die anderen Wettmöglichkeiten zu verstehen.

Phase 1

Das Grundprinzip von Craps ist ganz einfach. Man setzt einen Betrag auf das Einsatzfeld Pass Line. Danach wirft ein Spieler (Shooter) zwei rote Würfel auf das Spielfeld. Zeigen die Würfel zusammen eine Wertigkeit von 7 oder 11 (wird auch als Natural bezeichnet), gewinnt der Spieler. Zeigen die Würfel eine Wertigkeit von 2, 3 oder 12, gewinnt die Bank und das Spiel endet sofort. Wer sich das merkt, hat Craps schon zur Hälfte verstanden.

Phase 2

Bei jeder anderen Wertigkeit geht das Spiel in die Phase 2 über. Die zuvor gewürfelte Zahl ist dann ausschlaggebend für diese Phase. Eine weiße Scheibe (Puck) wird dann auf die jeweilige Zahl gelegt, damit alle Spieler wissen welche Zahl nun gilt (Point). Die vorher getätigten Einsätze auf der Pass Line dürfen nicht mehr verändert werden. Weder darf man den Einsatz herausnehmen, noch darf man ihn erhöhen. Der Einsatz bleibt also im Spiel.

Jetzt wird wieder gewürfelt. Sollte eine 7 gewürfelt werden, verlieren sofort alle Wetten (7 Out). Der Würfel wird dann an den nächsten Spieler (Shooter) weitergegeben und eine neue Runde beginnt. Beim Eröffnungswurf (Comeout) ist die 7 also noch eine Gewinnerzahl. In der Phase 2 verliert man mit der 7 jedoch sofort.

Fällt hingegen genau die Zahl, die zuvor gewürfelt wurde, dann gewinnt die Pass Line und wird mit 1:1 ausbezahlt. Wird hingegen eine andere Zahl gewürfelt als die 7 oder als die jeweils aktuelle Zahl, auf der die Scheibe gerade liegt, dann passiert vorerst nichts. Es wird also solange weiter gewürfelt, bis die entsprechende Zahl kommt oder die 7 fällt.

Und das ist bereits das Grundprinzip von Craps. Anfängern kann ich also empfehlen, sich vorerst nur damit auseinanderzusetzen und sich das gut einzuprägen. Wer das verinnerlicht hat, wird es dann auch nicht mehr schwer haben, die anderen Wettmöglichkeiten bei Craps zu verstehen, auf die ich im nächsten Abschnitt genauer eingehen werde.

Craps Tisch mit Würfeln und Chip neben der Pass Line

Kurzerklärung Craps (ohne Nebenwetten)

Phase 1

Ein Einsatz wird auf die Wette Pass Line gesetzt. Wird eine 7 oder 11 gewürfelt, gewinnt der Spieler. Fällt eine 2, 3 oder 12, gewinnt die Bank. Fällt irgendeine andere Zahl, dann geht das Spiel in die Phase 2 über.

Phase 2

In Phase 2 wird solange gewürfelt, bis die zuvor gewürfelte Zahl in Phase 1 fällt oder die Wertigkeit 7 gewürfelt wird. Wird die Phase 1 Zahl gewürfelt, gewinnt der Spieler. Wenn die 7 gewürfelt wird, gewinnt die Bank.

Pass (oder Pass Line)

Chip auf der Pass Line platziert

Die Pass Line bildet die Grundlage des Spiels. Hier wettet man darauf, dass der Spieler gewinnt (7 oder 11) oder das Spiel in die Phase 2 eintritt. In die Phase 2 kommt das Spiel, wenn mit dem ersten Wurf (Come-out roll) eine 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 gewürfelt wird. Um in dieser Phase zu gewinnen, muss die gewürfelte Zahl nochmal gewürfelt werden. Die Spieler verlieren, sobald eine 7 gewürfelt wird. Die Auszahlung beträgt 1:1 und der Bankvorteil liegt bei 1,41 %.

Don’t pass

Chip auf der "Don't Pass Bar" platziert

Bei der Wette „Don´t pass“ setzt man darauf, dass der Spieler verliert. Es handelt sich also um eine Wette auf die Bank. Der Spieler gewinnt, wenn eine 2 oder 3 gewürfelt wird. Falls es in die Phase 2 des Spiels geht, ist die Don´t pass Wette nach wie vor aktiv. In diesem Fall gewinnt der Spieler, wenn eine 7 gewürfelt wird. Don´t pass wird mit 1:1 ausbezahlt und der Hausvorteil beträgt 1,40 %.

Dennoch gibt es hier einen kleinen Unterschied zur Pass Line Wette. Wird eine 12 gewürfelt dann gibt es einen Gleichstand. Man verliert dabei keinen Einsatz gewinnt aber auch keinen. Diese Regel wurde eingeführt, um einen Hausvorteil zu erreichen. Ohne den Gleichstand bei der Wertigkeit 12 würde es einen Vorteil für den Spieler geben und somit diese Wette für die Bank unrentabel sein.

Odd bets

Sogenannte „Odds bets“ treten in der Phase 2 des Spiels auf. Wenn der Spieler einen Point gewürfelt hat, können Odds bets abgeschlossen werden. Das ist die beste Wette, die man bei Craps abschließen kann. Es gibt bei dieser Wette also keinen Hausvorteil.

Die erlaubte Höhe des Odds bets ist von Casino zu Casino unterschiedlich. Im Normalfall ist die doppelte Höhe des vorherigen Einsatzes erlaubt. Diese Wette kann immer nur auf die jeweilige Zahl gesetzt werden, die zuvor gewürfelt wurde.

Würfelsumme

Auszahlung

Gewinnwahrscheinlichkeit

4 oder 10

2:1

1/3

5 oder 9

3:2

2/5

6 oder 8

6:5

5/11

Beispiel: 

Es wurde 30 € auf die Pass Line gesetzt und es fällt die Würfelsumme 5. Somit geht das Spiel in die Phase 2 über und der Point wird auf die Zahl 5 gelegt. Nun setzt man auf die Zahl 5 zusätzliche 60 €, also das Doppelte des ursprünglichen Einsatzes. Jetzt wird solange gewürfelt bis die Zahl 7 oder 5 fällt. Bei der Zahl 7 endet das Spiel sofort und der Spieler verliert. Fällt die Zahl 5, endet das Spiel ebenfalls und der Spieler gewinnt.

In diesem Fall beträgt die Auszahlung für die Odds bets 90 €. Für die Pass Line Wette erfolgt die ganz normale 1:1 Auszahlung, also 60 €. Der Spieler gewinnt somit also beide Wetten.

Odds on don’t pass

Diese Wette ist sozusagen das Gegenstück von Odds bets. Es funktioniert nach demselben Prinzip, nur dass man hier auf die Bank wettet und nicht auf den Spieler. Man kann bei dieser Wette nur so viel setzen, dass der Gewinn das Doppelte des vorherigen Einsatzes nicht übersteigt. Je nach Auszahlungsquote darf man also unterschiedlich viel setzen.

Würfelsumme

Auszahlung

Maximaler Einsatz

4 oder 10

1:2

x4 den Einsatz

5 oder 9

2:3

x3 den Einsatz

6 oder 8

5:6

x2,4 den Einsatz

Beispiel:

Der Spieler setzt 30 € auf die Wette Don´t pass und der Point liegt auf der Zahl 5. Also darf man jetzt das Dreifache des ursprünglichen Einsatzes auf Odds on don´t pass setzen, was in diesem Fall 90 € sind. Fällt nun die Zahl 5, dann gewinnt die Bank und der Spieler verliert. Wird die Zahl 7 gewürfelt, dann gewinnt der Spieler und bekommt für die 90 € Einsatz eine Auszahlung von 150 €. Es gelten also genau umgekehrte Regeln und die 7 ist in diesem Fall wieder die Gewinnerzahl.

Come and Don’t come

Chip im Bereich "Come" platziert

Diese Wetten sind identisch mit den Wetten Pass Line und Don´t pass. Der Unterschied liegt nur darin, wann man setzen darf. Die Wetten Pass Line und Don´t pass können nur vor dem eigentlichen Spiel gesetzt werden, also bevor der erste Würfelwurf stattfindet. Die Wetten Come und Don´t come können jederzeit getätigt werden und die Odds bets sind auch hier erlaubt.

Chip auf der "Don't come bar" platziert

One roll bets

Chip bei den "One roll bets" auf 2 bzw. 1 & 1 platziert

Bei diesen Wetten kann man direkt darauf setzen, welche Würfelsumme als nächstes fällt. Man wettet also darauf, dass die 2, 3, 7, 11 oder 12 fällt. Es können auch einzelne Wertigkeiten kombiniert werden. Man wettet dann darauf, dass entweder die 2, 3 oder 12 fällt. Es gibt auch noch andere Kombinationen, auf die man wetten kann, diese können aber wiederum unterschiedlich sein, je nachdem in welchem Casino oder welche Variante man spielt.

Würfelsumme

Auszahlung

Gewinnchance

Hausvorteil

2 (Crap 2)

30:1

1/36

13,9 %

3 (Crap 3)

15:1

1/18

11,1 %

7 (Seven)

4:1

1/6

16,7 %

11 (Eleven)

15:1

1/18

11,1 %

12 (Crap 12)

30:1

1/36

13,9 %

2, 3, 12 (Any Crap)

7:1

1/9

11,1 %

Eine weitere beliebte Wette ist die sogenannte Field Wette. Hier setzt man auf die Zahlen 2, 3, 4, 9, 10, 11 und die 12. Kommt eine dieser Zahlen im nächsten Wurf, dann erhält man eine Auszahlung von 1:1. Bei den Zahlen 2 oder 12 bekommt man eine Auszahlung von 2:1. Mit einem Hausvorteil von 5,6 % ist diese One roll Wette die beste für den Spieler.

Chip bei den "Field bets" auf der 9 platziert

Place bets, Buy bets, Lay bets

Bei den „Place bets“ handelt es sich ebenfalls um Wetten, bei denen direkt auf eine Zahl gesetzt wird. In den meisten Casinos sind Place bets nur in der Phase 2 des Spiels gültig. 

Buy bets“ sind im Grunde genommen genau dasselbe wie Place bets, die Auszahlungsquoten sind nur etwas besser. Der Hausvorteil von Buy bets liegt bei 4,76 %. Man sollte sich also bei der Würfelsumme 4 und 10 für die Buy bets entscheiden, da man hier eine bessere Auszahlungsquote bekommt.

Auszahlungsliste für Place bets:

Würfelsumme

Auszahlung

Gewinnchance

Hausvorteil

4

9:5

1/3

6,67 %

5

7:5

2/5

4,0 %

6

7:6

5/11

1,52 %

8

7:6

5/11

1,52 %

9

7:5

2/5

4,0 %

10

9:5

1/3

6,67 %

„Lay bets“ sind die Gegenwette zu den Place bets. Hier setzt man darauf, dass die 7 fällt. Lay bets haben eine bessere Auszahlungsquote als Place bets, das Casino zieht jedoch 5 % Kommission von den Gewinnen ein. So entsteht bei den Lay bets der Hausvorteil und die Wetten gleichen sich damit wieder an. Die Auszahlungsquoten sind also beinahe identisch.

Hard way bets

Chip bei den "Hard way bets" auf 3 + 3 platziert

Bei den „Hard way bets“ setzt man darauf, zwei gleiche Würfelzahlen zu bekommen. Also 2+2 oder 4+4. Diese Wetten haben einen hohen Hausvorteil, weshalb man es sich gut überlegen sollte, ob man dieses Risiko eingehen möchte.

Kombination

Auszahlung

Gewinnchance

Hausvorteil

2+2

7:1

1/9

11,1 %

3+3

9:1

1/11

9,1 %

4+4

9:1

1/11

9,1 %

5+5

7:1

1/9

11,1 %

Craps gegen andere Spieler

Craps kann auch privat gespielt werden. Darauf will ich hier jedoch nur kurz eingehen, da man hauptsächlich im Casino-Bereich mit Craps in Berührung kommt. Vom Spielprinzip her ist das private Spiel genauso wie das Casino-Spiel, nur mit dem Unterschied, dass man hier gegen andere Spieler antritt.

Der Shooter, also der Spieler, der die Würfel hat, setzt einen Betrag ein (Banco) und die anderen Spieler (Faders) bringen denselben Betrag ein. Können die Faders nicht den ganzen Betrag bringen, dann wird das überschüssige Banco aus dem Spiel entfernt. Beim privaten Spiel haben die Faders einen Vorteil gegenüber dem Shooter von 1,41 %, weil sie die Rolle der Bank einnehmen. Der Shooter behält die Würfel, solange er nicht verloren hat. Dann werden die Würfel gegen den Uhrzeigersinn weitergegeben.

Strategien für Craps

Blonde Dame mit knalligem roten Lippenstift hält zwei rote Craps Würfel

Craps ist ein Spiel mit vielen verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Je nach Wette kann der Hausvorteil beträchtlich ansteigen. Es gibt aber sogar Wetten, bei denen überhaupt kein Hausvorteil besteht. Manche Wetten können auch miteinander kombiniert werden und es ist nicht immer so einfach, sofort die besten Kombinationen zu erkennen. Daher stelle ich hier die besten Strategien für Craps vor, mit denen man langfristig die besten Gewinnchancen bekommt.

Auf Pass, Don’t pass, Come und Don’t come setzen

Die Wetten Pass und Come haben einen geringen Hausvorteil von 1,41 %. Diese Wetten sollten also immer bevorzugt werden. Es handelt sich dabei auch um die einfachsten Wetten, die leicht zu erlernen sind. Dasselbe gilt für die Wetten Don´t pass und Don´t come. Hier liegt der Hausvorteil bei 1,40 %.

Auf Odds bets setzen

Wer mit den besten Gewinnchancen spielen möchte, kommt an dieser Wette nicht vorbei. Der Hausvorteil liegt hier nämlich bei 0 %. Hier liegt die Chancenverteilung also bei genau 50:50. Wann auch immer sich also eine Möglichkeit bietet, auf Odds bets zu setzen, sollte man diese auch wahrnehmen.

Auf Nebenwetten verzichten

Die meisten Nebenwetten bei Craps haben einen sehr hohen Hausvorteil. Dieser kann bis zu 16,7 % hoch sein. Nur die Nebenwette Place bets auf die Zahl 6 oder 8 hat einen Hausvorteil von 1,52 % und kann somit bedenkenlos gespielt werden. Die meisten anderen Nebenwetten sind aber langfristig mit hohen Verlusten verbunden. Durch die geringen Gewinnchancen sind sie nicht rentabel und daher sollte man darauf verzichten.

Den Überblick behalten

Craps bietet viele Möglichkeiten, um Wetten zu platzieren. Davon sollte man sich aber nicht beeinflussen lassen und nur Wetten abschließen, die einen geringen Hausvorteil bieten. Gerade in einem Live Casino, an einem vollbesetzten Tisch, kann man sich schnell mitreißen lassen. Man sollte sich also nur auf die guten Wetten konzentrieren und den Überblick behalten.

Die Sharp Shooter Strategie

Dame am Craps Tisch beim Werfen der Würfel von oben gesehen

Bei dieser Strategie versucht man, den Würfelwurf zu beeinflussen, indem man sie mit einer bestimmten Methode wirft. Die Theorien gegen hier weit auseinander. Manche glauben, es braucht eine straffe Körperspannung, um die Würfel richtig zu werfen, andere wiederum denken, es liegt an der Handbewegung, um den Wurf zu seinen Gunsten zu beeinflussen.

Sich mit dieser Strategie zu beschäftigen, ist jedoch Zeitverschwendung. Man kann die Würfel nicht beeinflussen und sollte sich doch einmal ein Ausnahmetalent finden, dann wird das Casino sehr schnell vom Hausrecht Gebrauch machen und dem Spieler Hausverbot oder Spielverbot erteilen. Solche Theorien und Strategien vermitteln ein völlig falsches Bild von Glücksspiel und daher sollte man davon Abstand nehmen. Kein Casino-Spiel würde über eine so lange Zeit angeboten werden, wenn man es so leicht manipulieren könnte.

Craps-Varianten

Craps gibt es in verschiedenen Ausführungen. Im Gegensatz zu anderen Spielen ändert sich Craps aber nicht grundlegend bei einer anderen Variante. Meist bestehen die Abweichungen darin, dass manche Wetten nicht angeboten werden oder die Auszahlungsquoten anders sind. Wer also die Spielregeln von Craps kennt, der kommt auch mit jeder anderen Variante schnell zurecht.

Europäisches Craps

Craps spielt in europäischen Casinos eher eine Nebenrolle. In Europa findet man hauptsächlich eine Variante von Craps vor, die sehr vereinfacht wurde. Diese Variante wird gänzlich ohne Odds bets gespielt. Es gibt auch keine Wetten auf Come, Don´t come, Buy bets und keine Lay bets. Die Place bet auf 6 und 8 wird nur 1:1 ausbezahlt. Damit sind die Wettmöglichkeiten sehr eingeschränkt und mit den Odds bets fallen die besten Wetten weg, da hier der Hausvorteil am geringsten ist.

Card Craps

Craps Würfel mit 4 Assen daneben

In manchen Teilen der USA waren einige Zeit lang Glücksspiele, die mit Würfeln gespielt werden, verboten. Aus diesem Grund wurde Card Craps entwickelt. Es werden dabei nur die Karten mit der Wertigkeit Ass, 2, 3, 4, 5 und 6 verwendet. Meist werden zwei oder drei Decks verwendet (48 oder 72 Karten). Die Regeln sind genau dieselben wie bei Craps, nur dass die Wertigkeit mit den Karten ermittelt wird, anstatt mit Würfeln. Bei Card Craps gibt es eine Nebenwette, die im normalen Craps nicht vorkommt, die sogenannte „Double hard way bet“. Bei einem gleichfarbigen Paar gewinnt man bei dieser Wette.

Craps Glossar

Against the Dice: Damit sind alle Wetten gemeint, die man gegen den Spieler setzt, also Don´t pass und Don´t come zum Beispiel. Man setzt sozusagen gegen die Würfel.

Any Craps: Das ist eine Wette, bei der man darauf setzt, dass im nächsten Wurf eine 2, 3 oder 12 fällt. Mit einem Hausvorteil von 11,1 % handelt es sich jedoch um eine Wette mit einem großen Vorteil für die Bank.

Any Seven: Hier setzt man darauf, dass der nächste Würfelwurf eine 7 bringt.

African Dominoes: Eine andere Bezeichnung für die roten Würfel, die beim Craps verwendet werden.

Back Line: Eine andere Bezeichnung für die Don´t pass Wette.

Come bet: Dieselbe Wette wie die Pass Line Wette. Die Come bet darf jedoch auch abgeschlossen werden sobald das Spiel in Phase 2 eintritt.

Come out Roll: Das ist die Bezeichnung für den ersten Wurf in Craps.

Dice Bowl: Ein Behälter, in dem die Würfel aufbewahrt werden.

Double Odds: Bezeichnet die Wette, die hinter der Pass Line gesetzt wird. Der Einsatz oder der Gewinn darf dann das Doppelte des ursprünglichen Einsatzes nicht überschreiten.

Field bet: Hier wettet man darauf, dass mit dem nächsten Würfelwurf eine 2, 3, 4, 9, 10, 11 oder 12 kommt.

Garden: Eine andere Bezeichnung für die Field Wette.

Hot Table: Ein Craps Spiel, bei dem die Spieler über längere Zeit hinaus gewinnen.

Inside Bet: Eine Wette auf die Zahlen 5, 6, 8, und 9.

Insurance Bet: So bezeichnet man zwei Wetten, die sich gegenseitig ausschließen. Verliert also die eine Wette, dann gewinnt die andere. So sichert man sich ab und kann man damit einen Verlust vermeiden.

Midnight: Eine Wette, bei der man auf die Zahl 12 setzt, auch bekannt als Any 12.

Natural: Wenn im ersten Wurf eine 7 oder 11 gewürfelt wird, dann spricht man von einem Natural.

Odds bets: Diese Wette kann in der Phase 2 des Spiels getätigt werden. Man setzt dann einen bestimmten Betrag hinter die bereits platzierten einfachen Wetten (Pass, Don´t pass, Come, Don´t come)

One Roll bet: Mit diesem Ausdruck wird eine Wette bezeichnet, die nur für einen Wurf gültig ist.

Pips: So werden die Augen bezeichnet, die auf dem Würfel sind.

Shooter: So wird der Spieler bezeichnet, der die Würfel wirft.

Geschichte von Craps

Die Geschichte von Craps geht bis in das 16. Jahrhundert zurück. Das Wort kommt von Crab (Krabbe) und war bereits damals die Bezeichnung für eine Dublette (einfacher Würfelwurf). Das heutige Craps stammt von dem Spiel Hazard ab, welches von Bernard de Mandeville eingeführt wurde. Viele empfinden Craps bereits als ein kompliziertes Spiel, ist aber die vereinfachte Variante von Hazard. Woher das Spiel Hazard genau kommt, kann nicht mehr mit Sicherheit gesagt werden. In jedem Fall fand es bereits im 14. Jahrhundert im alten England Erwähnung.

Fazit

Craps ist ein faszinierendes Spiel, bei dem es viele Einsatzmöglichkeiten gibt. In Europa ist es eher ein Exot unter den Casino-Spielen, während es in Amerika in beinahe jedem größeren Casino angeboten wird. Wirkt es anfangs noch sehr unübersichtlich, aufgrund der vielen Zahlen und Wettmöglichkeiten, hat man den Dreh mit der Zeit schnell raus und kann sich über ein einzigartiges Casino-Spiel freuen.

Mit den richtigen Wetten kann man den Hausvorteil bei Craps auf ein Minimum reduzieren. Allein dieser Umstand macht Craps bereits interessant. Wer sich also mit Craps noch nicht auseinandergesetzt hat, der kann hier ein neues Spiel entdecken, welches viele Stunden Spielspaß mit sich bringt.

FAQ

Craps wird mit zwei roten durchsichtigen Würfeln gespielt. Der Aufdruck für die Zahlen wird in weiß angezeigt.

Der Hausvorteil liegt bei den einfachen Wetten bei 1,40 %. Es gibt aber auch Wetten, die überhaupt keinen Hausvorteil haben, und Wetten, die einen sehr hohen Hausvorteil haben.

Craps wird vor allem in amerikanischen Casinos gespielt. Es gibt jedoch auch Casinos in Europa, die Craps anbieten und auch in Online Casinos findet man Craps-Tische.

Es gibt viele Möglichkeiten, um bei Craps zu gewinnen. Bei den einfachen Wetten gewinnt man, wenn man eine 7 oder eine 11 würfelt. In der späteren Phase des Spiels verliert man jedoch mit der 7.

Ja und Nein. Das Grundprinzip ist schnell erlernt. Für die Nebenwetten braucht man jedoch ein bisschen Zeit, bis man den Dreh raushat.

Die beste Strategie bei Craps ist, dass man auf Wetten setzt mit einem geringen Hausvorteil. Auch durch die Kombination mehrerer Wetten kann man den Hausvorteil positiv beeinflussen.

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