Spieler beim Setzen ihres Einsatzes am Roulette Tisch

Roulette – Der ultimative Guide

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Veröffentlicht am
08. Apr 2022
von Juergen

Kaum ein Casino-Spiel ist so bekannt und beliebt wie Roulette (deutsch:Rädchen). In meiner langjährigen Laufbahn als Croupier konnte ich viel Erfahrung mit diesem Spiel sammeln. Dabei erkläre ich in diesem Artikel nicht nur wie Roulette genau funktioniert und welche Setzmöglichkeiten es gibt, sondern räume auch mit den Mythen auf, die sich seit jeher um dieses Spiel ranken.

Wie hoch ist eigentlich der Bankvorteil? Welche Varianten von Roulette gibt es und wie kann man seine Gewinnchancen erhöhen? All diese Fragen und noch viel mehr werden in diesem Artikel ausführlich beantwortet.

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Warum ist Roulette so beliebt?

Roulette begeistert die Spieler weltweit. Kaum ein Casino kann auf dieses Spiel verzichten. Roulette gehört zu einem Casino dazu, wie der Ball zum Fußballspielen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits ist der Bankvorteil sehr gering im Vergleich zu manch anderen Casino-Spielen, andererseits bietet Roulette eine schnelle Spieldynamik mit unterschiedlichen Setzmöglichkeiten.

Es gibt auch zahlreiche Roulette-Strategien und verschiedene Versionen dieses Spiels, auf die ich im Laufe des Artikels näher eingehen werde. Genauso kläre ich die Fragen auf, was die besten Wetten im Roulette sind, wie man sich in einem Casino verhalten sollte und wie der genaue Spielablauf stattfindet.

Wie funktioniert Roulette?

Tableau des Europäischen Roulettes

Ein Roulette-Tisch besteht aus 36 Zahlen, die jeweils abwechselnd in roter und schwarzer Farbe dargestellt werden. Eine zusätzliche Zahl ist die grüne Null. Neben den Zahlen befinden sich die zwei Setzfelder für Rot und Schwarz. Ebenso kann man auch auf ungerade oder gerade Zahlen setzen. Die Wette auf Hoch und Tief besteht aus den Zahlen zwischen 1-18 und 19-36. Auf das sogenannte Dutzend setzt man, wenn man darauf wettet, dass eine Zahl zwischen 1-12, 13-24 oder 25-36 kommt.

Als Spieler tätigt man seine Einsätze auf die gewünschten Felder. Dabei kann man direkt auf eine Zahl setzen oder eine der vielen verschiedenen Setzmöglichkeiten auswählen. Es gibt beim Roulette keine Begrenzung auf wie viele Zahlen oder Felder man setzt. Die einzige Begrenzung ist das Tischlimit. Somit kann man in einer Runde auf beliebig viele Zahlen oder Sonderwetten seine Einsätze platzieren.

Sobald alle Einsätze getätigt wurden, schmeißt der Croupier die Kugel in den Kessel. Wer sich hier noch kurz umentscheiden oder eine zusätzliche Wette platzieren möchte, hat jetzt noch die Möglichkeit dazu. Erst wenn der Croupier sagt “nichts geht mehr“ (Rien ne va plus) darf man keine Einsätze mehr tätigen oder zurücknehmen.

Sobald die Kugel auf einer Zahl gelandet ist, werden die gewinnenden Felder ausbezahlt und alle Chips eingezogen, die verloren haben. Das Spiel endet an dieser Stelle und eine neue Runde beginnt. Die neue Runde wird meist vom Croupier angekündigt.

Roulette-Einsatzarten

Inneneinsätze und Außeneinsätze

Es gibt beim Roulette viele verschiedene Einsatzarten und Setzvarianten. Doch alle davon haben eines gemeinsam. Es handelt sich entweder um eine Innenwette oder eine Außenwette.

Eine Innenwette tätigt man immer dann, wenn man auf das innere Feld des Roulette-Tableaus setzt. Also auf alle Zahlen egal in welcher Form.

Roulette Tableau mit dem Bereich der Innenwetten gelb markiert

Eine Außenwette sind alle Einsatzfelder außerhalb der Zahlen, also die Wette auf Schwarz/Rot, Gerade/Ungerade, auf ein Dutzend und alle weiteren Einsätze, die sich nicht im Innenbereich befinden.

Roulette Tableau mit dem Bereich der Außenwetten gelb markiert

Plein

Roulette Tableau mit Chip auf der Nummer 3 platziert

Das Setzen auf Plein (Straight-up) ist ein Inneneinsatz. Gemeint ist damit das direkte Setzen auf eine Zahl. Mit dieser Wette erhält man auch den höchstmöglichen Gewinn beim Roulette von 35:1. Bei einem Einsatz von 10 € auf eine Zahl erhält man also am Ende 360 €. Beim europäischen Roulette beträgt der Hausvorteil für diese Wette 2,70 % und beim amerikanischen Roulette 5,26 %.

Cheval

Roulette Tableau mit Chip zwischen 2 Zahlen platziert

Bei der Cheval (Split) Wette setzt man zwischen zwei Zahlen. Somit handelt es sich hier ebenfalls um eine Innenwette. Man legt also in die Mitte von zwei Zahlen seinen Einsatz, zum Beispiel zwischen die 21 und 24. Bei einem Gewinn erhält man eine Auszahlung von 17:1. Bei einem 10 € Einsatz erhält man somit 180 €. Im amerikanischen Roulette hat diese Wette einen Hausvorteil von 5,26 % und beim europäischen Roulette nur noch 2,70 %.

Transversale

Roulette Tableau mit Chip am Rande von 3 Zahlen platziert

Dieser Einsatz wird auch Street oder Trio genannt und beschreibt das Setzen auf drei Zahlen mit nur einem Einsatz. Man legt den Einsatz dafür seitlich vom Tableau neben drei Zahlen. Also zum Beispiel für die 19, 20 und die 21. Bei einem Gewinn erhält man 11:1, woraus sich bei einem 10 € Einsatz eine Auszahlung von 120 € ergibt. Der Hausvorteil ist derselbe, wie auch bereits für Plein oder Cheval.

Carre

Roulette Tableau mit Chip zwischen 4 Zahlen platziert

Carre, auch genannt Corner oder Square, beschreibt das Setzen auf vier Zahlen gleichzeitig mit einem einzigen Einsatz. Man legt also den Einsatz beispielsweise zwischen die 10, 11, 13 und 14 und deckt somit vier Zahlen ab. Der Gewinn wird mit 8:1 ausbezahlt. Bei einer 10 € Wette beträgt die Auszahlung also 90 €. Der Hausvorteil verändert sich auch bei dieser Wette nicht.

Sixain

Roulette Tableau mit Chip am Rande von 6 Zahlen platziert

Sixain wird auch Transversale Simple genannt. Dabei setzt man bei der Außengrenze auf insgesamt 6 Zahlen mit einem Einsatz. Zum Beispiel auf 13, 14, 15, 16, 17 und 18. Trifft man eine der abgedeckten Zahlen erhält man einen Gewinn von 5:1. Bei einem 10 € Einsatz bekommt man also 60 € ausbezahlt.

Colonne

Roulette Tableau mit Chip auf dem Feld "2nd 12" platziert zum Setzen auf Zahlenreihe

Colonne, auch Column genannt, ist eine Wette auf eine ganze vertikale Zahlenreihe. Die Einsatzfelder dazu befinden sich am unteren Ende des Tableaus und werden auch 1st Row, 2nd Row und 3rd Row genannt. Hierbei handelt es sich um eine Außenwette. Die Auszahlung beträgt 2:1. Was bei einem Einsatz von 10 € eine Auszahlung von 30 € zur Folge hat. Weder die Null noch die Doppel Null (amerikanisches Roulette) gelten für diese Wette.

Douzaine

Roulette Tableau mit Chip auf dem Feld "2 to 1" platziert zum Setzen auf 12 Zahlen gleichzeitig

Douzaine ist die französische Bezeichnung für Dutzend und im Englischen als Dozens bekannt. Dabei kann man auf jeweils 12 Zahlen wetten. Das Einsatzfeld hierfür befindet sich meist rechts auf dem Tableau. Das erste Dutzend besteht aus der Zahlenreihe 1-12, das zweite Dutzend aus 13-24 und das dritte Dutzend aus 25-36. Bei einem Gewinn erhält man 2:1, was bei einer 10 € Wette eine Auszahlung von 30 € bedeutet.

Impair und Pair

Roulette Tableau mit Chip auf dem Feld "Even" platziert

Hier wettet man auf gerade und ungerade Zahlen (Englisch: Odd und Even). Wettet man auf eine gerade Zahl, wie beispielsweise 8, 20 oder 24, dann gewinnt man. Wettet man hingegen auf eine ungerade Zahl wie 17, 29 oder 31, gewinnt man mit jeder ungeraden Zahl. Die Auszahlung beträgt 1:1, was bei einem Einsatz von 10 € eine Auszahlung von 20 € mit sich bringt. Hierbei handelt es sich um eine Außenwette und einfache Chancen-Wette.

Passe und Manque

Roulette Tableau mit Chip auf dem Feld "19 to 36" platziert

Mit dieser Wette setzt man auf hohe oder niedrige Zahlen (High or Low). Jede Zahl zwischen 1-18 ist eine niedrige Zahl und jede Zahl zwischen 19-36 ist eine hohe Zahl. Die Auszahlung beträgt 1:1 und somit erhält man mit 10 € Einsatz einen Gewinn von 20 €. Auch hier handelt es sich um eine einfache Chancen-Wette.

Rouge und Noir

Roulette Tableau mit Chip auf dem Feld für "Rot" platziert

Rot oder schwarz (Red or Black). Hier wettet man darauf, welche Farbe die nächste Zahl haben wird und man setzt entweder auf Rot oder Schwarz. Für diese Wette erhält man einen Gewinn von 1:1 und somit bei einem 10 € Einsatz 20 € als Gewinn. Auch bei Rot/schwarz handelt es sich um eine Außenwette und gehört zu den einfachen Chancen-Wetten.

Auszahlungen und Gewinne im Vergleich

Setzart

Auszahlung

Gewinn bei 1€ Einsatz

Plein (Zahl)

35:1

36 €

Cheval

17:1

18 €

Trio

11:1

12 €

Carre

8:1

9 €

Sixain

5:1

6 €

Kolonne

2:1

3 €

Dutzend

2:1

3 €

Gerade/Ungerade

1:1

2 €

Hoch/Niedrig

1:1

2 €

Rot/Schwarz

1:1

2 €

Was muss man beim Roulette spielen wissen?

Wenn man das Spielprinzip von Roulette erst einmal verstanden hat, erscheint das Spiel ganz einfach. Dennoch kann es vor allem am Anfang kompliziert wirken, da sich um einen Roulette-Tisch meist viele Leute tummeln und das mit Chips vollbesetzte Tableau unübersichtlich wirken kann. Hier will ich kurz ein paar Fragen beantworten, die sich Spieler immer wieder stellen.

Wie bekommt man die Chips?

Verschiedenfarbige Chips vor Roulette Rad liegend

Die Chips für das Roulettespiel bekommt man direkt am Tisch. Diese unterscheiden sich oftmals von den anderen Chips des Casinos. Man kann also entweder Bargeld oder die herkömmlichen Spielchips des Casinos verwenden und sie dann direkt am Roulette-Tisch wechseln. Beim Online Roulette ist das nicht notwendig. Hier wählt man die gewünschte Chip Höhe und platziert damit seine Einsätze. Vorausgesetzt es ist genügend Guthaben auf dem Spieler Account vorhanden.

Tischlimit

Schild mit Aufschrift "Table Limit $25 - $1000"

Jeder Roulette-Tisch hat auch ein Tischlimit. Sowohl auf einzelne Zahlen oder Setzfelder, als auch der Einsatz insgesamt sind davon betroffen. Das Tischlimit ist aber nur für hohe Spieler von Bedeutung. Im Normalfall ist das Tischlimit so hoch, dass man davon kaum etwas mitbekommt. So kann zum Beispiel das Tischlimit bei 10.000 € liegen, während man auf einzelne Zahlen “nur” 500 € setzen darf.

Wann darf man setzen?

Sobald die Kugel auf einer Zahl stehen geblieben ist, wird der sogenannte Puck auf die Zahl gelegt und der Croupier beginnt mit den Auszahlungen. Erst wenn der Puck wieder vom Tisch genommen wird, beginnt die neue Runde und die Spieler können wieder Einsätze tätigen.

Wie verhält man sich am Tisch?

Gruppe von Spielern am Roulette Tisch

Wie in jedem anderen Lebensbereich ist auch am Roulette-Tisch gutes Benehmen ein Muss. Leider halten sich nicht alle Spieler daran. Manche Spieler nehmen viel Platz ein und drängeln sich nach vor, oder sie schieben Chips anderer Spieler auf die Seite, um ihre eigenen Wetten zu platzieren. Bei so einem Verhalten hilft es oftmals, die Spieler höflich darauf aufmerksam zu machen oder den Croupier darum zu bitten, das Verhalten zu stoppen. Generell gilt die Faustregel: Verhalte dich so wie du es auch von anderen erwarten würdest.

Was passiert bei einem Gewinn?

Frau freut sich über Gewinn bei Roulette

Bei einem Gewinn zahlt der Croupier alle Felder aus, die sich qualifiziert haben. Keine Sorge, auch wenn viele Spieler gewonnen haben, geht der Überblick nicht verloren. An einem Roulette-Tisch sitzt immer auch eine Aufsicht, also ein zusätzlicher Croupier, der das Spiel genau überwacht und meist noch weitere Croupiers, die dabei helfen, die Einsätze zu tätigen. Die verlorenen Einsätze werden dann vom Croupier mit einem Stab (Rateau) eingesammelt. Es gibt auch kürzere Stäbe, die für die Spieler gedacht sind. Damit lassen sich dann auch größere Chipstapel auf dem Tableau hin und her schieben.

Puck

Puck auf Chips-Stapel

Der Puck besteht meist aus Metall und sieht aus wie ein Zylinder oder eine größere “Mensch ärgere dich nicht”-Figur. Sobald die Kugel im Roulette-Kessel zum Stehen kommt, legt der Croupier den Puck auf die gewinnende Zahl auf dem Roulette-Tisch. Damit endet auch die Runde und die Auszahlungen werden vorgenommen, solange bis der Puck wieder vom Tisch genommen wird. Der Croupier fixiert also mit dem Puck die Gewinnerzahl. Der Croupier kündigt die neue Setzrunde an und bittet die Gäste darum, ihre Einsätze zu platzieren.

Kesselspiele

Roulette-Kessel mit Darstellung der möglichen Kesselspiele

Beim Roulette gibt es sogenannte Kesselspiele. Das sind Wetten auf benachbarte Zahlen im Kessel. Ein Roulette-Tableau ist mit ansteigender Zahlenfolge nummeriert, also 1, 2, 3, 4 usw. Die Zahlen im Roulette-Kessel sind jedoch wild durcheinander gewürfelt, wie zum Beispiel 18, 29, 7, 28 usw. Bei den Kesselspielen wird also auf benachbarte Zahlen gewettet, die auf dem Tableau anders angeordnet sind als im Kessel selbst.

Kesselspiele werden auch als Ansagespiele bezeichnet. Man gibt dem Croupier die Anweisung und die Wette gilt von seitens des Casinos als akzeptiert und bestätigt. In manchen Ländern ist diese Art der Wetten verboten, wie beispielsweise in den USA und England. Natürlich nicht der Einsatz auf diese Wetten, sondern das Ansagespiel, ohne dabei Chips hinzulegen. Der Grund dafür ist, dass diese Wetten als Kreditwetten angesehen werden, weil die Spieler nicht gleich die Chips dafür bezahlen. So kann es vorkommen, dass ein Spieler die verlorene Wette nicht bezahlen will und es deshalb zu einer Streitsituation kommt. Das ist auch der Grund warum Kreditwetten nicht mehr angeboten werden.

Hauptsächlich findet man diese Wetten im französischen und europäischen Roulette, weshalb sie auch als französische Wetten bezeichnet werden. Welche Kesselspiele es gibt, stelle ich in diesem Abschnitt vor.

Voisins (Nachbarspiel)

Platzierung von Chips auf Roulette Tableau für das Kesselspiel "Voisins"

Bei diesem Kesselspiel wird eine Zahl ausgewählt und dann jeweils auf die zwei linken Nachbarn und auf die zwei rechten Nachbarn ein Einsatz gelegt. Man kann auch nur jeweils einen Nachbarn auswählen. Wer also das Nachbarspiel mit der Zahl 1 annonciert, der setzt auf die Zahl 1, auf die linken Nachbarn 33 und 16 und auf die rechten Nachbarn 20 und 14. Somit wird Voisins entweder mit 3 oder 5 Einsätzen gespielt, je nachdem wie viele Nachbarn man auswählt.

Zero Spiel

Platzierung von Chips auf Roulette Tableau für das Zero Spiel

Das Zero Spiel ist eine Setzvariante, bei der insgesamt 4 Einsätze getätigt werden. Ein Einsatz kommt auf die Zahl 26, ein Einsatz auf 0-3 und jeweils ein weiterer Einsatz auf 12-15 und 32-35. Beim Zero Spiel wird also einmal auf eine Plein gesetzt und dreimal auf ein Cheval. Auch diese Wette wird annonciert und dem Croupier mitgeteilt. Das Zero Spiel ist beliebt und wird häufig gespielt.

Große Serie

Platzierung von Chips auf Roulette Tableau für das Kesselspiel "Große Serie"

Bei der großen Serie setzt man auf die Zahlen 22, 18, 29, 7, 28, 12, 35, 3, 26, 0, 32, 15, 19, 4, 21, 2 und auf die 25. Insgesamt sind 9 Chips für die große Serie notwendig. Zwei Chips setzt man auf 0, 2, 3 und nochmals zwei auf das Carre 25/29. Einen Chip legt man jeweils als Split (Cheval) auf die 12/15, 18/21, 4/7, 32/35 und auf die 19/22. Die große Serie wird nicht allzu oft gespielt, wer es aber trotzdem spielen möchte, sagt einfach dem Croupier die große Serie an.

Kleine Serie

Platzierung von Chips auf Roulette Tableau für das Kesselspiel "Kleine Serie"

Von der kleinen Serie werden 12 Zahlen umfasst, die im Kessel nebeneinander liegen. Die Zahlen sind 27, 13, 36, 11, 30, 8, 23, 10, 5, 24, 16 und 33. Dafür werden insgesamt 6 Chips eingesetzt. Es wird jeweils ein Chip gesetzt zwischen 5/8, 10/11, 13/16, 23/24, 27/30 und 33/36. Die kleine Serie wird recht häufig gespielt. Jeder Croupier weiß sofort was gemeint ist, wenn man die kleine Serie annonciert.

Orphelins (Waisenkinder)

Platzierung von Chips auf Roulette Tableau für das Kesselspiel "Orphelins en plein"

Bei Les orphelins werden die Zahlen gespielt, die bei keiner der zwei Serien im Spiel waren. Nämlich die 1, 20, 14, 31, 9, 17, 34 und die 6. Dabei kommen entweder 8 Chips (Orphelins en plein) oder 5 Chips (Orphelins a Cheval) zum Einsatz. Bei 5 Chips wird die 1 auf Plein gesetzt und je ein Chip als Split auf die Zahlen 6/9, 14/17, 17/20 und 31/34. Auf die 17 wird in diesem Fall zweimal gesetzt. Bei Orphelins en plein wird einfach auf alle 8 Zahlen direkt einmal gesetzt.

Platzierung von Chips auf Roulette Tableau für das Kesselspiel "Orphelins a Cheval"

Unterschiede zwischen europäischem, amerikanischem und französischem Roulette

Es gibt verschiedene Arten von Roulette, die ihre eigenen Besonderheiten haben. Wobei sich amerikanisches Roulette am gravierendsten von den anderen unterscheidet. Für den Spieler macht es einen großen Unterschied, da sich der Hausvorteil ändert. Doch sehen wir uns die Besonderheiten im Detail an.

Europäisches/Französisches Roulette

Tableau des Europäischen Roulettes

Europäisches Roulette dürfte den meisten bekannt sein. Es handelt sich dabei um klassisches Roulette mit 36 Zahlen und einer Null. Im Grunde genommen kommt das europäische Roulette vom französischen Roulette, weshalb die beiden Versionen beinahe identisch sind. Die Unterschiede sind hauptsächlich im optischen Bereich zu finden. So hat europäisches Roulette meist ein grünes Tableau (Tabis) und französisches ein rotes. Wobei das in beiden Fällen kein Muss ist und es auch durchaus andersherum sein kann. Die Zahlen im Kessel beim europäischen Roulette folgen keinem nachvollziehbaren Muster, sie sind also wahllos angeordnet.

Der auffallendste Unterschied in der Spielweise sind die Sonderregeln La Partage und En Prison, auf die ich weiter unten im Artikel noch genau eingehen werde. Diese kommen im französischen Roulette so gut wie immer vor. Wobei auch viele Casinos diese Regeln auch im europäischen Roulette gelten lassen.

Französisches Roulette wird oftmals an sogenannten Doppeltischen gespielt, bei dem sich der Kessel in der Mitte des Tisches befindet und sich jeweils rechts und links ein Tableau befindet. Dieser Tisch wird von acht Angestellten des Casinos betreut, bestehend aus Croupiers und Tischchefs (Chef de table). Meistens findet man in Casinos jedoch Einfachtische vor, bei dem es nur ein Tableau gibt.

Amerikanisches Roulette

Tableau des Amerianischen Roulettes

Amerikanisches Roulette weist eine Besonderheit auf im Gegensatz zu seinen beiden Vertretern. Statt einer Null gibt es zwei Nullen, die meistens grün auf dem Tableau dargestellt werden, in manchen Fällen aber auch blau sind. Die sogenannte Doppelnull (wird dargestellt mit 0 0) sorgt dabei für eine Erhöhung des Hausvorteils, dieser verdoppelt sich beinahe. Während französisches und europäisches Roulette zwischen 1,35 % – 2,70 % aufweisen, hat amerikanisches Roulette einen Hausvorteil von 5,26 %.

Aber auch die amerikanischen Roulette-Regeln sind nicht in Stein gemeißelt. In jedem Casino kann es unterschiedliche Regelungen geben, sodass sogar die La Partage Regel in manchen Fällen zur Anwendung kommt. In solchen Fällen wird der Hausvorteil auf 2,63 % reduziert, trotz der Doppelnull. Jedoch nur auf die Einsätze (einfache Chancen), die auch von der La Partage Regel profitieren.

Die Zahlen im Kessel sind beim amerikanischen Roulette nach einem Muster angeordnet. So befinden sich immer zwei gerade Zahlen nebeneinander, gefolgt von zwei ungeraden Zahlen. Außerdem liegen sich die aufsteigenden Zahlen direkt gegenüber, also 13 und 14 zum Beispiel oder die Null und die Doppelnull, wobei das nicht in jedem Fall ganz genau ist.

Unterschiede zwischen US und EU Roulette im Überblick

US Roulette

EU Roulette

Doppel Null

Eine Null

Hausvorteil 5,26 %

Hausvorteil 2,70 %

Hausvorteil mit La Partage 2,63 %

Hausvorteil mit La Partage 1,35 %

Zahlen gegenüberliegend

Zahlen nur teilweise gegenüberliegend

Zwei gerade und zwei ungerade Zahlen immer abwechselnd nebeneinander

Gerade und ungerade Zahlen wechseln sich nach keinem erkennbaren Muster ab

Im amerikanischen Roulette gibt es noch eine besondere Setzform, das sogenannte “Biest” oder auch “das Monster” genannt. Dabei werden fünf Zahlen abgedeckt. Die 0, 00, 1, 2 und die 3. Die Auszahlung beträgt 6:1. Das ist die Wette mit dem höchsten Hausvorteil überhaupt im Roulette, dieser beträgt 7,89 %. Daher ist es nicht empfehlenswert, diese Wette einzugehen. Besser ist es, die Zahlen alle einzeln zu setzen, um so den Hausvorteil wieder auf 5,26 % zu reduzieren.

Roulette-Varianten

Roulette hat sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Vor allem die Digitalisierung hat es ermöglicht, dass immer neuere Varianten entstehen konnten. In den echten Casinos gibt es kaum Abweichungen, abgesehen von der Doppelnull im amerikanischen Roulette und der La Partage Regel im französischen/europäischen Roulette. In Online Casinos gibt es jedoch mehr Möglichkeiten, so haben sich hier einige besondere Abwandlungen von Roulette etabliert.

Lightning Roulette

Lightning Roulette ist eine Variante, die nur in Online Casinos gespielt werden kann und basiert auf der europäischen Version von Roulette. Erfinder ist der Spielehersteller Evolution Gaming. Dabei steht ein Moderator/Spielleiter vor dem Kessel und im Hintergrund werden auf einem Bildschirm die Zahlen angezeigt. Die Einsatzfelder sind genau dieselben wie auch beim normalen Roulette. In jeder Runde werden dann zwischen 1-5 Zahlen gezogen, die mit einem Multiplikator zwischen x50-x500 ausgestattet werden.

Das sind die Besonderheiten von Lightning Roulette:

Mini Roulette

Mini Roulette ist eine Variante, die ebenfalls vorwiegend in Online Casinos zu finden ist. Dabei handelt es sich um eine abgespeckte Version des französischen Roulette-Spiels. In manchen Ländern kann es auch vorkommen, dass in Privat Casinos ebenfalls eine kleinere Version von Roulette angeboten wird, wie zum Beispiel früher noch in Österreich üblich. Das lag daran, dass die Lizenz für das originale Roulette-Spiel nur staatlichen Casinos vorbehalten ist und deshalb im Privat Bereich eine Version mit 35 Zahlen zum Einsatz kam.

Beim Mini Roulette handelt es sich um eine Variante mit nur 13 Zahlen (0-12). Dementsprechend sind auch die Auszahlungen niedriger. Der Hausvorteil von Mini Roulette liegt bei 6 %. Aufgrund des kleineren Spielfeldes ist es wahrscheinlicher, dass die Null kommt. Diese Variante wurde hauptsächlich entwickelt für Spieler, die gerne auf dem Smartphone oder Tablet spielen, ist aber natürlich auch auf dem Heim-PC verfügbar.

Das sind die Besonderheiten von Mini Roulette:

Pinball Roulette

Dieses Spiel ist eine Mischung aus Roulette und Pinball. Das Tableau ist dabei genau dasselbe wie beim Roulette, und man kann wie gewohnt alle Wetten tätigen wie sonst auch. Nur der Roulette-Kessel fehlt hier, stattdessen wird ein Pinball Spiel gestartet, bei dem am unteren Rand die Roulette-Zahlen angezeigt werden. Wenn der Ball in eine Zahl fällt, ist die Spielrunde beendet. Man kann hier auch Multiplikatoren gewinnen, wenn man oft genug die 4 Sternenfelder trifft. Die Multiplikatoren werden dann zum Gewinn hinzuaddiert.

Das sind die Besonderheiten von Pinball Roulette:

Double Ball Roulette

Der Name verrät es bereits, bei dieser Variante kommen zwei Kugeln ins Spiel. Bei jedem Dreh am Kessel laufen die beiden Kugeln in derselben Richtung im Kessel ein. Dabei sind die Auszahlungen teilweise unterschiedlich. So erhält man für einen Einsatz auf Zahl nur noch 17:1. Das liegt an den zwei Kugeln, die sich im Spiel befinden. Es gibt hier aber noch mehr Einsatzmöglichkeiten, so kann man zum Beispiel auf rot und schwarz gleichzeitig setzen, was eine 3:1 Auszahlung mit sich bringt.

Das sind die Besonderheiten von Double Ball Roulette:

Kalifornisches Roulette

Wahrscheinlich wird man dieser Roulette-Variante nie begegnen. Dennoch will ich sie nicht unerwähnt lassen, da sie eine ganz spezielle Besonderheit aufweist. Dass Gesetze schon seit jeher einen Einfluss auf Glücksspiel haben, ist hinreichend bekannt. In diesem Fall hat ein Gesetz sogar dafür gesorgt, dass Casinobetreiber besonders kreativ werden mussten.

In Kalifornien ist es verboten, Glücksspiele anzubieten, bei denen das Ergebnis durch ein Rad zustande kommt. Aus diesem Grund hat man eine spezielle Vorrichtung eingeführt, bei der mithilfe von Rädern und Karten die Zahlen bestimmt werden. Ansonsten läuft das Spiel nach denselben Regeln wie normales Roulette auch. Dennoch ist es bemerkenswert, wenn ein Roulette-Tisch ohne Kessel daher kommt.

Sonderregel La Partage und En Prison

Bei La Partage (auf Deutsch: teilen) erhält man die Hälfte seines Einsatzes auf alle einfachen Chancen-Wetten zurück, wenn die Kugel auf die Null fällt. Also alle Wetten auf Hoch/Niedrig, Rot/Schwarz und Gerade/Ungerade werden davon berücksichtigt. Hat man also 100 € auf Rot gesetzt und die Kugel fällt auf die Null, dann zieht der Croupier 50 € ein und gibt dem Spieler 50 € wieder zurück. Damit verringert sich der Hausvorteil auf insgesamt 1,35 %. Jedoch nur auf die einfachen Chancen-Wetten, da alle anderen Wetten von der La Partage Regel ausgenommen sind.

Bei der En Prison (auf Deutsch: im Gefängnis) Regel wird der Einsatz auf einfache Chancen-Wetten gesperrt, wenn die Kugel auf die Null fällt. In der nächsten Runde ist dann also der Einsatz noch immer gültig. Wenn man also 100 € auf Rot setzt und die Kugel fällt auf die Null, dann bleiben die 100 € für die nächste Spielrunde stehen.

Einfach ausgedrückt: Die Null hat keinerlei Auswirkungen auf den Wetteinsatz von einfachen Chancen und der Einsatz wird auf die nächste Spielrunde übertragen. Gewinnt man die nächste Runde, dann erhält man den Einsatz zurück, jedoch erhält man keine Gewinnauszahlung. Man kann den Einsatz aber auch nicht zurücknehmen. Dieser befindet sich sozusagen “im Gefängnis” und nimmt automatisch an der nächsten Spielrunde teil.

Man kann aber bei der En Prison Regel auch von der La Partage Regel Gebrauch machen und die Hälfte seines Einsatzes zurückbekommen. Jedoch nur dann, wenn sich der Einsatz genau teilen lässt, also 100 € zum Beispiel. Eine weitere Sonderregel stellt die Möglichkeit dar, bei En Prison auch den Einsatz zu verschieben, auf eine andere einfache Chancen-Wette. Also zum Beispiel von Ungerade zu Gerade. Diese Regel ist den wenigsten Spielern bekannt, sollte man aber der Vollständigkeit halber unbedingt wissen.

Dasselbe Prinzip kommt nochmals zur Anwendung, falls die Kugel zweimal hintereinander auf der Null landet (Double Prison). Dann wird der Einsatz für zwei Runden gesperrt. Kommt jedoch dreimal hintereinander die Null, ist der Einsatz automatisch verloren. Wer sich bei Double Prison für La Partage entscheidet, erhält nur noch ein Viertel seines Einsatzes zurück.

Kurzerklärung: La Partage

Landet die Kugel auf der Null, erhält man die Hälfte seines Einsatzes zurück, wenn man auf einfache Chancen gesetzt hat.

Kurzerklärung: En Prison

Landet die Kugel auf der Null, bleibt der Einsatz liegen, wenn man auf einfache Chancen gesetzt hat. Gewinnt man die nächste Runde, erhält man den Einsatz zurück.

Roulette-Systeme

Wo es Glücksspiel gibt, gibt es auch Menschen, die das System überlisten wollen. So sind mit der Zeit viele Roulette-Systeme entstanden mit dem Ziel, den Hausvorteil zu umgehen. Dabei wurden manche dieser Roulette-Systeme durchaus von ernstzunehmenden Mathematikern entworfen. Eines der bekanntesten Systeme ist die Martingale, bei der man den Einsatz immer wieder verdoppelt, bis man gewinnt. Auch Paroli und Parlay sind den meisten ein Begriff.

Weniger bekannt sind Strategien wie die Reverse Fibonacci oder D´Alembert Strategie. Ich habe bereits hier ausführlich die verschiedenen Roulette-Strategien vorgestellt und sie auf ihre Tauglichkeit überprüft. Wer also gerne Näheres zu den Strategien erfahren möchte findet hier alle relevanten Informationen.

Tipps für Roulette

Tischauswahl

Um die eigenen Gewinnchancen zu steigern, ist es wichtig, an einem Roulette-Tisch zu spielen mit möglichst wenig Hausvorteil. Daher kann man bereits im Vorhinein alle amerikanischen Roulette-Tische mit der Doppelnull ausschließen. Kann man dann noch auswählen zwischen einem Tisch mit der La Partage (En Prison) Regel oder einem Tisch ohne diese Regel, sollte man sich immer für Ersteres entscheiden. Aber nicht nur der Hausvorteil ist wichtig für ein angenehmes Spielerlebnis, sondern auch die anderen Spieler. Wer es lieber ruhiger mag, sollte auch hier eine Vorauswahl treffen und vollbespielte Tische meiden.

Bonusse in Online Casinos

In Online Casinos gibt es einen Vorteil, den man in echten Casinos nicht bekommt, das sind Bonusse. Man erhält dann für eine Einzahlung einen bestimmten Prozentbetrag zusätzlich gutgeschrieben. Hier muss man jedoch genau darauf achten, welche Bedingungen an den Bonus geknüpft sind. Oftmals gibt es einen maximalen Setzbetrag, während man mit Bonus spielt. Man sollte auch darauf achten, ob der Bonus überhaupt für Roulette zugelassen ist. Viele Bonusse in Online Casinos beschränken sich auf den Slotbereich. Man sollte daher unbedingt darauf achten, einen Live Casino-Bonus auszuwählen.

Bankrollmanagement

Beim Roulette spielen sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Das liegt schon allein an dem Umstand, dass man niemals langfristig gewinnen kann und daher immer mit Verlust zu rechnen hat. Die einzige absolut sichere Gewinnstrategie im Roulette besteht darin, selbst ein Casino zu eröffnen und somit die Bank zu halten. Daher sollte man auch nur mit Geld spielen, welches man nicht für dringende Anschaffungen benötigt und immer im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten bleiben. Dafür kann ein Bankrollmanagement hilfreich sein, bei dem man sich selbst ein Limit setzt. Ist das Geld dann aufgebraucht, beendet man auch das Spiel.

Roulette-Systeme

Wie bereits erwähnt gibt es kein Roulette-System, welches den Hausvorteil außer Kraft setzen könnte. Dennoch machen einige davon Spaß und man kann sie auch anwenden. Von manchen sollte man aber unbedingt die Finger lassen, da sie nicht nur keine Verbesserung bringen, sondern völlig kontraproduktiv sind. Wie beispielsweise die Martingale. Dabei besteht das Risiko, einen hohen Verlust zu erleiden.

Wenn man ein Casino fragen würde, welche Strategie sie bei den Spielern am liebsten sehen würde, wäre bestimmt die Martingale ganz oben mit dabei. Und das bedeutet für den Spieler nichts Gutes. Roulette-Systeme sollte man also nur aus Spaß anwenden, wenn man damit den Hausvorteil nicht noch weiter erhöht.

Geschichte des Roulettes

Genau kann man nicht sagen, wie Roulette entstanden ist. Fälschlicherweise wird die Erfindung heutzutage oftmals dem Mathematiker Blaise Pascal zugeschrieben. Er war Vorreiter der Wahrscheinlichkeitsrechnung und veröffentlichte 1658 die Schrift “Histoire de la roulette”. Dabei war jedoch nicht das heute bekannte Roulette gemeint, sondern die Zykloide. Dabei handelt es sich um eine wissenschaftliche Bezeichnung, die nichts mit Glücksspiel zu tun hat.

Man geht davon aus, dass Roulette erstmals im 17. Jahrhundert in Italien entstanden ist, welches in Meyers Konversationslexikon als das “Große Roulette” namentlich erwähnt wird. Im 18. Jahrhundert versuchte Ludwig XV das Roulette-Spiel in Frankreich zu verbieten, was ihm jedoch nicht gelungen ist. Napoleon Bonaparte führte 1806 ein Gesetz ein, welches Glücksspiel nur noch in ausgewählten Spielhäusern erlaubte.

Seitdem wurde Roulette immer wieder verboten und wieder erlaubt. Heutzutage wird es in allen Teilen der Welt gespielt mit fast identischen Regeln. Nur kleine Abweichungen und Regeländerungen gibt es zwischen den verschiedenen Varianten.

Roulette Glossar

Annoncieren: Kesselspiele annonciert man dem Croupier. Man sagt dem Croupier also, was man spielen möchte und dieser setzt dann die Chips des Spielers auf die jeweilige Setzvariante.

Carre: Wenn man Carre spielt, dann setzt man auf 4 Zahlen mit nur einem Einsatz.

Cheval: Hier setzt man auf zwei Zahlen mit einem Einsatz.

Dutzend: Beschreibt den Einsatz auf eine vertikale Zahlenreihe. Es gibt insgesamt 3 Dutzende im Roulette. 1-12, 13-24 und 25-36.

Einfache Chancen: Sind alle Wetten, die mit 1:1 ausbezahlt werden. Also Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und Hoch/Tief.

Permanenz: Ist die Bezeichnung für die letzten Zahlen, die erschienen sind.

Plein: Mit dem Einsatz auf Plein ist der Einsatz auf eine Zahl gemeint. Die Auszahlung beträgt 35:1.

Progression: Bedeutet eine Steigerung der Einsätze. Man erhöht also den Einsatz der Vorrunde, um Verluste wieder auszugleichen.

Rateau: Mit dem Rateau schiebt der Croupier die Chips hin und her und sieht aus wie ein Rechen.

Rien ne va plus: Sobald diese Worte vom Croupier fallen, können keine Einsätze mehr getätigt werden. Auf deutsch: “Nichts geht mehr“.

Saalchef: Der Vorgesetzte eines Croupiers, der bei strittigen Situationen das letzte Wort hat.

Tableau: Bezeichnet das gesamte Feld/Tuch, auf dem die Zahlen und Einsatzfelder abgebildet sind, welches meistens farblich grün oder rot ist.

Zero: Bedeutet auf Deutsch Null und beschreibt damit die Zahl, welche für den Hausvorteil des Casinos sorgt.

Fazit

Roulette hat eine lange Geschichte und wird wohl auch noch in Zukunft eine große Rolle in Casinos spielen. Das Spiel wird rund um den Globus in den Casinos angeboten und auch online gibt es eine große Auswahl an Roulette-Tischen. Schon oft wurde versucht, das Roulette-System zu knacken und den Hausvorteil zu überlisten. Gelungen ist es jedoch bis heute nicht. Dennoch ist der Spielspaß nach wir vor ungebrochen. Die vielen Setzmöglichkeiten und die Spannung, wenn die Kugel im Kessel rollt, machen Roulette zu dem Casino-Spiel schlechthin.

FAQ Roulette

Im Roulette sind die Hälfte der Zahlen rot oder schwarz. Nur die Null wird in grüner Farbe dargestellt. In manchen Fällen auch in blau, was hauptsächlich im amerikanischen Roulette vorkommt. Die Farbe des Tableaus ist in den meisten Fällen grün oder rot.

Roulette besteht aus 36 Zahlen und einer zusätzlichen Null, also insgesamt 37 Zahlen. Im amerikanischen Roulette gibt es noch die Doppelnull, womit man auf 38 Zahlen kommt.

Die Null ist nur eine weitere Zahl im Roulette und wird, wie jede andere Zahl auch, mit 35:1 ausbezahlt. Die Null hat also für den Spieler keine besondere Funktion, außer dass man bei einer Rot oder Schwarz Wette in jedem Fall verliert, wenn die Null kommt.

Der Hausvorteil beschreibt den Vorteil des Casinos. Dieser entsteht durch die zusätzliche Null auf dem Roulette Feld. Da es mit der Null 37 Zahlen auf dem Feld gibt, eine Zahl jedoch nur mit 35:1 ausbezahlt wird, erhält das Casino dadurch einen Vorteil. Im europäischen Roulette beträgt dieser zwischen 1,35 % und 2,70 %. Im amerikanischen Roulette sorgt eine weitere Null auf dem Spielfeld (Doppelnull) für einen Hausvorteil von 5,26 %.

Nein, es gibt kein Roulette-System, welches den Bankvorteil schlagen könnte. Daher sind Roulette-Systeme auch nicht verboten und können in jedem Casino angewendet werden. Jedoch ist von den meisten Roulette-Strategien abzuraten, da man in manchen Fällen hohe Verluste riskiert.

In den meisten Casinos gibt es Anzeigetafeln, auf denen die letzten Zahlen erscheinen, die im Kessel gelandet sind. Auf diesen Tafeln kann man dann die letzten 20 Zahlen einsehen. Beim Online Roulette existiert eine solche Anzeigetafel ebenfalls. Es gibt Spieler, die bauen darauf ihre Strategie auf. Doch die wichtigste Grundregel im Roulette lautet: Die Kugel hat kein Gedächtnis. Es hat also für zukünftige Runden keine Bedeutung, welche Zahlen in der Vergangenheit in den Kessel eingelaufen sind.

Mit Permanenzen sind die letzten gefallenen Zahlen im Roulette gemeint, die jedoch meist umfangreicher sind als auf der Tafel angezeigt werden kann. Auf der Website mancher Casinos kann man die Permanenzen einsehen. Also die gewonnenen Zahlen über einen langen Zeitraum. Darauf bauen einige Spieler ihre Strategie auf. Sie wollen dann mithilfe der Permanenzen zukünftige Spielergebnisse vorhersehen. Was natürlich zum Scheitern verurteilt ist.

Das ist von Land zu Land verschieden, je nachdem welche Glücksspielgesetze gelten. In Deutschland und Österreich bekommt man Zutritt zu Casinos mit dem Erreichen der Volljährigkeit (18 Jahre) und darf somit auch Roulette spielen. In Japan und Schweden ist Glücksspiel erst ab 20 Jahren erlaubt. Wer genau wissen will, welche Altersgrenze in welchem Land gilt, dem kann ich diesen Artikel empfehlen.

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