DWV Grafik zur Darstellung der negativen Entwicklung der Steuereinnahmen

Sportwettenverband fordert die Politik zur Neuausrichtung der Regulierung auf

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Veröffentlicht am
19. Feb 2024
von David

Der Deutsche Sportwettenverband (DSWV) hat am 15. Februar im Rahmen seiner Jahrespressekonferenz eine umfassende Analyse des Sportwettenmarktes im Jahre 2023 veröffentlicht. Wie für den gesamten legalen Markt fiel diese jedoch nicht besonders rosig aus. Um die Daten zu erheben, wurde ein umfassender Blick auf den Schwarzmarkt, die Umsätze und Steuereinnahmen gelegt. 

Im Jahr 2023 verzeichneten die legalen Sportwettenanbieter in Deutschland Spieleinsätze in Höhe von 7,72 Milliarden Euro. Das klingt zwar im ersten Moment viel, bedeutet in Wahrheit aber einen Rückgang von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Das Geld fließt stattdessen in die Kassen der Schwarzmarktanbieter“, stellt DSWV-Präsident Mathias Dahms fest.

Diese Entwicklung spiegelt die Herausforderungen, denen der legale Glücksspielmarkt gegenübersteht. Denn ein Hauptgrund für die Umsatzrückgänge ist die Abwanderung zahlreicher Spieler in den illegalen Schwarzmarkt. Da die dortigen Angebote keinen Regulierungen unterliegen, ist das Angebot dort deutlich attraktiver. Gemäß DSWV können regulierte Anbieter seit der Einführung des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 aufgrund eines eingeschränkten Wettprogramms nicht mit der Vielfalt der Wettangebote des Schwarzmarktes konkurrieren. Der Verband fordert deshalb „attraktive Rahmenbedingungen für regulierte Anbieter, damit diese wettbewerbsfähig bleiben“.

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Der Schwarzmarkt solle im Namen des Spielerschutzes bekämpft werden

Trotz der Regulierung behält der Schwarzmarkt in Deutschland einen bedeutenden Marktanteil. Untersuchungen wie die „Schnabl-Studie“ von DSWV und DOCV zeigen, dass etwa die Hälfte der Zeit, die deutsche Nutzer für Online-Glücksspiele aufwenden, auf illegalen Seiten verbracht wird. 

Angesichts dieser alarmierenden Entwicklung sind dringende Maßnahmen seitens der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) erforderlich. Der DSWV fordert daher eine Neuausrichtung der aktuell sehr restriktiv ausgelegten Regulierungspolitik. Ziel solle es sein, „den legalen Markt zu stärken und den Schwarzmarkt einzudämmen“. Darauf pocht der Verband insbesondere angesichts der anstehenden Fußball-EM.

„Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft werden viele Interessierte Wettkonten eröffnen.“ Dabei ist es laut Verband umso wichtiger, dass die Spieler zu ihrem eigenen Schutz in den legalen Markt gelenkt werden. Ein wichtiges Mittel sei die vonseiten der Politik so häufig angegriffene Werbung. Nur mit dieser schaffen es legale Anbieter, sich vom illegalen Markt abzuheben. „Nur bei den von der GGL erlaubten Unternehmen werden Spielende geschützt“, ist der Verband sicher. In der immer wieder aufflammenden Debatte um ein Glücksspielwerbeverbot positioniert sich der DSWV also ausdrücklich gegen so ein Verbot.

Kein Unternehmen überlebt, wenn es nicht werben darf, und das muss für die Sportwettenanbieter auch weiterhin so bleiben. Für die Spieler bleibt ansonsten der Schwarzmarkt, auf dem es keine Schutzmaßnahmen und Kontrollen gibt“, erklärt der Verbandspräsident Dahms während der Konferenz.

Der Verband kommt seiner gesellschaftlichen Verantwortung nach

Zuletzt wurde ein weiterer wichtiger Punkt auf der jährlichen Pressekonferenz angesprochen. Und zwar die Verantwortung der Glücksspielunternehmen und -verbände gegenüber der Gesellschaft. So finanzieren die DSWV-Mitglieder gemeinsam mit anderen Verbänden unter anderem die Helpline der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „Zur effektiven Prävention von problematischem Spiel benötigen wir jedoch valide wissenschaftliche Erkenntnisse“, stellt der DSWV fest.

Es wäre laut dem Verband dringend erforderlich, dass die GGL oder auch das Bundesgesundheitsministerium zukünftig eine bundesweite Studie zur Spielsuchtproblematik in Form einer regelmäßigen Erhebung durchführt. „Das bedeutet, dass die gleiche repräsentative Gruppe zu ihrem Glücksspielverhalten untersucht wird und so fundierte Erkenntnisse über die Zeit gewonnen werden können“, stellt der Verband auf der Pressekonferenz abschließend fest.

www.dswv.de

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