Mark Wahlberg von hinten nachdenklich auf eine Küste herabschauend und dem Schriftzug "The Gambler"

The Gambler (2014)

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Veröffentlicht am
09. Apr 2022
von David

Ein Film, der die Schattenseiten des Glücksspiels anspricht und der gleichzeitig bei vielen Filmfans unter dem Radar durchlief, ist The Gambler von 2014. Das Drama kam sowohl bei den Kritikern als auch den Zuschauern an den Kinokassen nur durchschnittlich an, doch für einen Samstagabend liefert der Film auf jeden Fall genug Stoff, um gebannt vor dem TV zu sitzen.

Hier geht es ausnahmsweise nicht um glitzernde Casinowelten, coole Gangster und Millionen von US-Dollars, sondern um einen Mann, der mit seinem Leben doch etwas zu leichtsinnig umgeht und sich bald in einem Netz aus Spielschulden und -sucht gefangen sieht. Angereichert wird dies mit guten Darstellern, die voll in ihrem Element sind und dieses Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1974 tragen.

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Fakten im Schnelldurchlauf

Erscheinungsdatum: 25. Dezember 2014 (15. Januar 2015 in Deutschland)

Laufzeit: 111 Minuten

Originalsprache: Englisch

Regie: Rubert Wyatt

Drehbuch: William Monahan

Altersfreigabe: ab 12 Jahre

Stars: Mark Wahlberg, John Goodman, Brie Larson, Jessica Lange

IMDb-Bewertung: 6/10

6/10

The Gambler: Bezahl deine Schulden, sonst...

Jim Bennett (Mark Wahlberg) ist Professor für Literatur und gleichzeitig dem Glücksspiel verfallen. Bald schon findet er Lust an der selbstzerstörerischen Wirkung, die exzessives Glücksspiel entfesseln kann. Es dauert nicht lange, bis er Lee (Alvin Ing) 200.000 US-Dollar schuldet – und Neville Baraka (Michael K. Williams) noch einmal 50.000 US-Dollar. Lee setzt Jim also ein Ultimatum: In sieben Tagen ist das Geld wieder da oder er lässt ihn umbringen.

Mark Wahlberg aka Jim Bennett hält eine Vorlesung

Achtung: Es folgen Spoiler, die die Freude am Film eventuell etwas trüben könnten. Hast du Interesse an The Gambler, solltest du ab jetzt diese Sektion überspringen!

Um das Geld aufzutreiben, fährt Jim zu seiner Mutter, die auf einem Luxusanwesen ein finanziell sorgenfreies Leben führt. Geld möchte sie ihrem Sohn aber keines mehr geben – das kam in der Vergangenheit schon oft genug vor -, weshalb Jim sich entschließt, stattdessen noch mehr Geld von Frank (John Goodman) zu leihen, um seine alten Schulden zu bezahlen und sich damit etwas Zeit zu kaufen. Frank möchte ihm das Geld jedoch nicht geben, weshalb Jim es verzweifelt noch einmal bei seiner Mutter versucht. Die willigt ein, gibt ihm das gesamte Geld – und Jim verspielt es direkt wieder im Casino zusammen mit seiner Studentin Amy Phillips (Brie Larson).

Da es Neville Baraka langsam zu viel wird, lässt er Jim kidnappen und foltern und stellt ihm ein Ultimatum aus: Lamar (Anthony Kelley), ein begabter Basketballspieler in Jims Klasse, soll das nächste Spiel seines Teams mit nicht mehr als acht Punkten Vorsprung gewinnen, oder Amy stirbt. Inzwischen haben sich die Schulden auf 410.000 US-Dollar angehäuft, wovon 150.000 US-Dollar genutzt werden, um Lamar zu bestechen. Mit den restlichen 260.000 US-Dollar holt Jim Dexter (Emory Cohen) ins Boot. Dieser ist ebenfalls einer von Jims Studenten und soll auf das besagte Basketballmatch setzen, um mit dem Gewinn alle alten Schulden zu begleichen.

Jim bittet schließlich sowohl Frank als auch Lee, ihn an einem neutralen Ort zu treffen. Mit dem restlichen Gewinn aus der Sportwette sollen nun die gesamten Schulden aus der Welt geschaffen werden – und zwar mit einem einzigen Spin des Roulette-Rads. Es läuft somit am Ende auf ein Spiel auf Rot oder Schwarz hinaus, wobei katastrophale Folgen drohen, falls die falsche Farbe fällt, da inzwischen auch die Familie von Jim bedroht wird. Was am Ende dann wirklich passiert, erfährst du, wenn du dir The Gambler einfach selbst anschaust!

Schauspielerinnen und Schauspieler

Für das recht kompakte Budget gelang es The Gambler immerhin, eine recht ansehnliche Gruppe aus Schauspielerinnen und Schauspielern ins Boot zu holen. Vor allem Jessica Lange als Jims Mutter Roberta wird dir wahrscheinlich im Gedächtnis bleiben: Den Spaß an der Rolle sieht man ihr sichtlich an. Insgesamt machen alle Darstellerinnen und Darsteller ihren Job gut, wobei das inhaltlich doch insgesamt überschaubare Skript keinen allzu großen Raum für Entfaltung lässt. Gesunde Handwerkskost, serviert von routinierten Darstellern.

Wo wurde The Gambler gedreht?

Schöner Sonnenuntergang in Los Angeles mit der Downtown Skyline und Palmen

Der Film wurde über insgesamt 40 Tage gedreht – und dabei wurden auch 40 verschiedene Drehorte genutzt. Am Set dürfte es entsprechend purer Stress gewesen sein, der die Dreharbeiten begleitet hat. Nicht eingerechnet in den genannten Zeitraum sind die Vorbereitungsphasen für die unterschiedlichen Sets, die noch einmal mehrere Wochen verschlungen haben. Für einen Film dieser Größenordnung mit einem doch überschaubaren Budget ist das schon eine kleine Besonderheit.

Klassische Sets, die auf einer Bühne gebaut wurden, nutzt The Gambler fast gar nicht. Stattdessen ging es zwischen Januar und März 2014 hin und her zwischen Beverly Hills, Downtown Los Angeles, Koreatown, Pasadena, Pacific Palisades und weiteren Vorstädten und Gebieten in und um den Großraum Los Angeles. Die Chancen stehen gut, dass du trotzdem nicht viel von der Stadt wiedererkennen wirst, da Regisseur Rupert Wyatt eine andere Seite von LA zeigen wollte. Palmen und Strand wirst du also in The Gambler vergeblich suchen.

Teile des Films wurden beispielsweise in der überaus bekannten Playboy Mansion gedreht (an der 10236 Charing Cross Road). Das Gebäude wurde bereits in unzähligen Filmen verwendet und ist immer ein guter Hintergrund, wenn es darum geht, ein bisschen Glamour zu versprühen.

Playboy Mansion von außen

Die Szenen, die in einem Stadion spielen, wurden im USC Galen Center – ebenfalls in Los Angeles – gedreht. Diverse Momente, in denen ein wüstenähnliches Gelände zu sehen sind, wurden auf zwei Bereiche aufgeteilt: Einmal wurde direkt außerhalb von Las Vegas in der Wüste von Nevada gedreht. Außerdem kommt die Gegend rund um Joshua Tree in Kalifornien zum Einsatz. Der verlassene Swimming Pool aus dem Film existiert wirklich, finden kannst du ihn in Pasadena (78 North Marengo Avenue, falls du einen genaueren Blick darauf werfen möchtest).

Weitere Drehorte für wichtige Szenen

Vor allem im ersten Drittel des Films sehen wir Jim, wie er in einem Vorlesungssaal seine Studenten unterrichtet und sie in diverse existenzielle Diskussionen verwickelt. Das passiert aber nicht wirklich in einer Universität, sondern im Los Angeles Theatre Center an der 514 South Spring Street. Mit einigem Aufwand wurde daran gearbeitet, den Unterschied zu einer realen Universität verschwimmen zu lassen.

An einer wichtigen Stelle im Film siehst du Jim, wie er scheinbar ziellos durch Los Angeles läuft – und genau das ist auch passiert, denn es geht einfach kreuz und quer durch diverse Straßen in Downtown Los Angeles. Kurz vorher trifft er Frank in einer Straße in Koreatown, und auch das ist echt. Es wurde tatsächlich vor Ort in dem Stadtteil der Metropole gedreht.

Koreatown in Los Angeles

Als Jim eine Feuerleiter herunterklettert und durch das Fenster schaut, um den Personen im Innenraum beim Glücksspiel zuzuschauen, passiert dies am Palace Theatre – genauer an 630 South Broadway. Übrigens gibt es das Ambiente im Inneren des Gebäudes nicht wirklich: Bevor die Setdesigner von The Gambler dort auftauchten, war das Zimmer einfach nur ein vollgestellter Abstellraum.

Außenansicht des Palace Theater in Los Angeles

Wie du an der langen Beschreibung erkennst, haben sich die Macher des Films einige Mühe gegeben, alles authentisch zu gestalten. Einige Locations verlangten nach Wochen aus Vorbereitung, bevor alles bereit war für den eigentlichen Filmdreh. Ein nicht unbeträchtlicher Anteil des Budgets wurde genau für diese Arbeiten verwendet.

Wahr oder nicht?

Möchten wir es sehr locker definieren, basiert The Gambler zu einem sehr kleinen Anteil auf einer wahren Geschichte. Die Vorlage zum Drehbuch stammt vom überaus angesehenen russischen Schriftsteller Fjodor Dostojewski. Der veröffentlichte seine recht kurze Geschichte “Der Spieler” im Jahr 1867. Dessen Inhalt basiert auf den Erfahrungen, die Dostojewski selbst seinerzeit in Baden Baden beim Roulette gesammelt hat. Die für ihn so empfundenen düsteren Seiten des Glücksspiels schrieb er in “Der Spieler” nieder, was heute – 150 Jahre später – als Inspiration zu The Gambler diente.

Einen konkreten Bezug zu realen Ereignissen hat der Film aber – genau wie das Original von 1974 – in keiner Weise vorzuweisen.

Erfolg an den Kassen

The Gambler war beim Kinostart im Jahr 2014 kein übermäßiger Erfolg, aber auch keine große Enttäuschung: Zwischen 25 und 30 Millionen US-Dollar hat der Film gekostet, fast 40 Millionen US-Dollar hat er allein an den Kinokassen eingespielt. Ursprünglich sollte The Gambler nur in einigen wenigen Kinos in den USA gezeigt werden, erst später entschloss man sich, den Film im ganzen Land in die Kinos zu bringen. Ob dies dem Erfolg zugutekam oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Hier in Deutschland durften wir uns ab dem 15. Januar 2015 von den Vorzügen des Machwerks überzeugen.

Inklusive DVD- und Blu-ray-Verkäufe und Streaming dürfte sich der Dreh von The Gambler finanziell in jedem Fall gelohnt haben.

Unsere Meinung: Ist The Gambler sein Geld wert?

Mark Wahlberg steht angespannt neben Michael K. Williams

Vorweg sei gesagt: Suchst du einen Film mit starken Glücksspielbezug – etwa wie in Rounders -, bist du bei The Gambler nicht unbedingt an der richtigen Adresse. Zwar dient Glücksspiel an sich als Aufhänger für die diversen Probleme, durch die Jim Bennett im Film stolpert. Wirkliche Poker-, Roulette- oder Black Jack-Action wie vielleicht im Film Casino erwartet dich aber nicht. Vielmehr geht es um die nicht ganz so ansehnlichen Seiten des Glücksspiels: Geldprobleme, Sucht, Kriminalität. Insgesamt ist die Stimmung durchweg eher bedrückend als aufheiternd, was der erwähnten Vorlage immerhin gerecht wird.

Die Geschichte des Films hast du auf genau diese Art wahrscheinlich noch nicht gesehen – aber ganz neu ist die Story eben auch nicht. Spielschulden, Gangsterbosse, Erpressung, eine Abwärtsspirale aus Sucht und immer weiteren Krisen: Das ist alles schon einmal irgendwo dagewesen. Erwarte daher kein komplett neues Filmerlebnis, sondern stelle dich auf eine am Ende eher bekannte, aber auch zeitlose Story ein. Diese ist schnell inszeniert, viele Atempausen gönnt sich der Film – im Vergleich zum Original – nicht. Langweilig wird dir also nicht werden, aber es wirkt für einen Film, der sich mit eher dunkleren Themen befasst, ein wenig fehl am Platze.

Getragen wird der Film von seinen exzellenten Darstellern: John Goodman spielt ganz einfach sich selbst, so wie er es schon immer in Filmen dieser Art macht (was positiv gemeint ist). Mark Wahlberg nimmt man den vom Drang zur Selbstzerstörung getriebenen, spielsüchtigen Professor gut ab, wobei er sicherlich kein Schwergewicht der Charakterdarsteller ist. Um die etwa 111 Minuten zu unterhalten – übrigens exakt genauso lang wie das Original von 1974 -, reicht es jedoch allemal. Jessica Lange sticht am Ende heraus: Sie hat sichtlich Spaß an der Rolle der Mutter von Jim Bennett und stiehlt praktisch allen anderen die Show.

Am Ende lässt sich festhalten, dass The Gambler gut unterhält und spannend inszeniert ist, aber gleichzeitig recht vorhersehbar ist. Außerdem – Achtung: Spoiler! – hätte man am Ende ruhig ein wenig Mut beweisen können, womit es nicht auf ein Happy End hinausgelaufen wäre. Dies wäre näher an der Buchvorlage und auch an der erwähnten Filmvorlage. Bei den Kritikern kam der Film daher nur mäßig an: Unterhaltend und auch spannend, aber im Vergleich zum besseren, tiefgründigeren Original von vor fünf Jahrzehnten relativ leichte Kost.

Wo kann ich The Gambler anschauen?

Kaufen kannst du den Film auf DVD und Blu-ray für einen Preis von etwa 5 bis 9 Euro. Falls dir ein einmaliger Stream reicht, kannst du dich beispielsweise an Amazon, Apple TV, Google Play oder auch den Sky Store wenden. Weitere Anbieter sind Microsoft, MagentaTV, Rakuten TV und CHILI. Je nach Anbieter kannst gibt es den Film entweder nur auf Deutsch oder auch in der Originalsprache Englisch. Der inhaltlich harmlose Film ist überall ungeschnitten zu sehen, für welchen Anbieter du dich entscheidest, bleibt also komplett dir überlassen.

Fazit: Ist The Gambler ein Glücksfall oder nicht?

Das kommt darauf an, was du erwartest. Schaust du dir den Film an und möchtest ein spannendes Drama rund um die negativen Erlebnisse mit Glücksspiel sehen, ist The Gambler genau die richtige Wahl. Hast du vielleicht die Buchvorlage gelesen oder das Original gesehen, wirst du etwas mehr Tiefgang eventuell vermissen. Jim Bennett hat ganz offenbar Gefallen daran gefunden, sich selbst in eine Krise nach der anderen zu stürzen – aber warum das so ist, erfahren wir nie, denn dafür nimmt sich der Film zu wenig Zeit. Davon abgesehen ist The Gambler ein grundsolider Thriller, der bestens über seine 111 Minuten unterhält.

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