Matthew McConaughey und Al Pacino in einem Büroraum

Das schnelle Geld

Inhaltsverzeichnis

Interessierst du dich für Sportwetten und suchst du nach einem Film, der in Teilen auf einer wahren Begebenheit basiert, ist “Das schnelle Geld” vielleicht genau die richtige Wahl für dich. Darin schaust du einigen großen Schauspielern zu, die zuerst zum namensgebenden schnellen Geld kommen, bevor ihre Glückssträhne abreißt und die Charaktere im Film auf eine harte Probe gestellt werden.

Der Film kann einen Samstagabend wunderbar ausfüllen und zeigt sowohl den extravaganten Lebensstil, den große Glücksspielgewinne ermöglichen, als auch deren Schattenseiten. Ein ganz großes Drama ist es nicht geworden, aber einen Stream am Abend auf dem Sofa ist Das schnelle Geld auf jeden Fall wert.

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Fakten im Schnelldurchlauf

Erscheinungsdatum: 7. Oktober 2005

Laufzeit: 122 Minuten

Originalsprache: Englisch

Regie: D. J. Caruso

Drehbuch: Dan Gilroy

Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Stars: Al Pacino, Matthew McConaughey, Rene Russo

IMDb-Bewertung: 6.2/10

6.2/10

Aufstieg und Fall eines Footballspielers

Brandon Lang (Matthew McConaughey) hat es nicht leicht, denn nach einer Verletzung muss er seine gutlaufende Football-Karriere an den Nagel hängen. Stattdessen nimmt er einen anderen Job an: Er verteilt Handicaps für Sportwetten und verdient so gutes Geld. Da er seine Arbeit außerordentlich gut macht, fällt er Walter Abrams (Al Pacino) auf. Der betreibt ein Beratungsunternehmen in New York, von wo aus er wohlhabenden Kunden Tipps für Sportwetten gibt und dann eine Provision kassiert. Nachdem er Brandon engagiert, schießen die Gewinne nach oben und das Geld sprudelt den beiden nur so in die Taschen.

– Achtung, Spoiler: Möchtest du den Film weitgehend spoilerfrei genießen, solltest du diese Sektion ab jetzt überspringen.

Mit wachsenden Gewinnen werden auch die Kunden immer größer, wichtiger und wohlhabender. Walter möchte aus Brandon nun einen echten Star machen: Er tritt mit ihm in Fernsehshows auf, stattet ihn mit einem neuen Auto, einer neuen Garderobe und einem komplett neuen Look aus. Sportwetten – wie jedes Glücksspiel immer ein wenig verrucht – sollen damit Mainstreamappeal bekommen. Das wiederum missfällt Jerry Sykes (Jeremy Piven) deutlich, denn bislang war dieser der Experte, auf den Walter vertraut hat.

Es bleibt schließlich nicht alles rosig: Brandon geht es ein wenig zu gut, das Geld steigt ihm zu Kopf, er arbeitet immer weniger und vertraut stattdessen sein Bauchgefühl. Dies wiederum führt zu immer mehr falschen Vorhersagen, da Brandon die Fakten außer Acht lässt. Schließlich führt dies zu einer Schlägerei mit einigen Gangster, deren Bosse viel Geld verloren haben, weil sie auf Brandons Ratschläge gehört haben. Die Geschäftsbeziehung zwischen Walter und Brandon bekommt Risse, das ehemalige Vertrauen ist dahin.

Darüber hinaus geriet die Finanzierung von Brandons exorbitantem Lebensstil langsam außer Kontrolle: Die Millionen, die sonst in die Kasse flossen, kommen plötzlich nicht mehr so einfach in die Taschen. Das geht auch Walter an die Nieren, der seine längst überwunden geglaubte Spielsucht wieder aufleben lässt und große Gewinne mit denjenigen Wetten verspielt, die Brandon korrekt vorhersagt – und zu allem Überfluss kommt noch der Verdacht auf eine Affäre mit Walters Frau Toni (Rene Russo) dazu.

Am Ende kommt es wortwörtlich zu einem Münzwurf, der über Glück und Pech – oder Leben und Tod – entscheidet. Wie dieser ausgeht, erfährst du, wenn du dir Das schnelle Geld einfach selbst ansiehst.

Schauspielerinnen und Schauspieler

Collage mit Matthew McConaughey, Al Pacino, Jeremy Piven und Rene Russo

Im Wesentlichen ist Das schnelle Geld eine Zwei-Mann-Show: Ja, es gibt noch zahlreiche andere gute Schauspieler (und Schauspielerinnen) in dem Film. An Pacino und McConaughey führt aber kein Weg vorbei. Fast die gesamte Geschichte ist auf die beiden ausgerichtet, und sie kommen auch in fast jeder Szene vor. Rene Russo ist ebenfalls wichtig, aber eher ein Taktgeber für die Story. Ihr Charakter bleibt über den Film hinweg leider etwas blass, hier hätte Feinschliff geholfen.

Wo wurde Das schnelle Geld gedreht?

Skyline von New York bei Sonnenaufgang

Der allergrößte Teil wurde direkt in New York gedreht. Da der Film selbst auch in New York spielt und die Stadt einen überaus hohen Wiedererkennungswert hat, wäre es wohl auch unmöglich gewesen, beispielsweise in Los Angeles zu drehen.

Gleich zu Beginn sehen wir Brandon Lang beispielsweise über die Brooklyn Bridge fahren. Die findest du in Manhattan an der Lower East Side und ist praktisch nicht zu verfehlen, denn sie ist eines der großen Wahrzeichen von New York.

Brooklyn Bridge und Skyline in New York

Das Büro und die Wohnung von Walter Abrams kannst du hingegen nicht besuchen: Du findest die Räume in Brooklyn an der 8 Furman Street. Dort befand sich einst der Hauptsitz der Brooklyn City Railroad Company, weshalb sich die Location gut für Aufnahmen in Büroräumen eignet.

Ebenfalls bedeutsam im Film ist der 21 Club: Der rückt ins Bild, als Abrams und Lang gerade Geschäftliches diskutieren und dabei den Club betreten. Du kannst ihn dir selbst anschauen, indem du in Manhattan die 21 West 52nd Street besuchst. Der Club ist einigermaßen legendär, er wurde schon in vielen anderen Filmen und Serien – wie Sex and the City – als Hintergrund genutzt und die Prominenz der Stadt geht dort jeden Tag ein und aus. Interessant: Jeder US-Präsident seit Roosevelt, mit Ausnahme von George W. Bush, hat dort bereits einen Abend verbracht.

Der 21 Club in New York

Einige Szenen spielen außerdem direkt am Times Square in Manhattan, was wohl der Ort mit dem höchsten Wiedererkennungswert sein dürfte. Jeder Taxifahrer in New York wird dich auf Wunsch dorthin bringen. Möchtest du dich selbst auf den Weg machen, findest du den Times Square an der Schnittstelle zwischen West 42nd und West 47th Street – oder du folgst einfach dem Lärm, der dich garantiert dorthin führen wird.

Viele weitere, kürzere Szenen wurden verteilt über New York gedreht. Darunter befindet sich etwa der Park Way, den du an der Brooklyn Heights Promenade entdecken wirst. Als Abrams und Lang sich auf einem Steg unterhalten, ist dies der Fulton Ferry Pier. Besuchst du gerade die Brooklyn Bridge, kommst du dort innerhalb weniger Fußminuten hin.

Die diversen Szenen auf den Straßen von New York wurden häufig in der Cranberry Street und Columbia Heights gedreht. Auch diese Straßen haben hohen Wiedererkennungswert: Die hohen, roten Steingebäude, die Treppen hinauf zu den Eingangstüren und die vielen Baumalleen vor den Gebäuden hast du schon in unzähligen anderen Hollywoodstreifen gesehen.

Rote Steingebäude in der Cranberrry Street in New York

Wie viel an Das schnelle Geld ist wahr?

Relativ weite Teile der Geschichte von Das schnelle Geld sind wahr oder von realen Begebenheiten inspiriert. Brandon Lang existiert wirklich, allerdings unter dem Namen Brandon Link. Der war allerdings kein großer Footballstar, wobei er sich tatsächlich eine Verletzung zuzog – aber beim Basketball -, die ihn daran hinderte, Sport weiter ernsthaft zu verfolgen.

Den Charakter von Walter Abrams gibt es auch real – allerdings heißt er Stu Feiner. Ihm gehörte wirklich eine Sportwettenagentur in New York, und Link hat wirklich für ihn gearbeitet. Die herausragenden Resultate, die Lang im Film erzielt, waren von der Realität allerdings weiter entfernt und sind daher künstlerische Freiheit.

Dennoch inspirierte diese Geschichte den Drehbuchschreiber Dan Gilroy dazu, die Story zu Das schnelle Geld zu schreiben. Einige Charaktere existieren somit real und auch die Sache mit den Sportwetten stimmt. Alles andere ist jedoch frei erfunden, sodass “Basiert auf einer wahren Geschichte” eher locker verstanden werden sollte.

Erfolg an den Kinokassen

Das schnelle Geld konnte das Produktionsstudio mit dem Film leider nicht machen: Etwa 35 Millionen US-Dollar hat er gekostet, davon spielte er international etwa 30,5 Millionen US-Dollar wieder ein. Rechnen wir die Einnahmen vom Verkauf von DVDs und Blu-rays mit ein – und selbst auf VHS-Kassette erschien der Film noch -, wird er seine Kosten wohl eingespielt haben. Den ganz großen Erfolg konnten die Filmemacher aber trotz ziemlich hochkarätiger Besetzung nicht verbuchen. Das haben auch die Kritiken widergespielt, die eher lauwarm ausfielen.

Szene aus "Das schnelle Geld": Al Pacino flüstert Matthew McConaughey etwas ins Ohr

Glücksspielbezug in Das schnelle Geld

Ein waschechter Casinofilm ist Das schnelle Geld mit Sicherheit nicht. Du kommst vor allem mit der Welt der Sportwetten in Kontakt – was zwar auch Glücksspiel ist, aber von Roulette, Poker, Black Jack & Co. bist du damit natürlich weit entfernt. Die Szenen, die sich dann explizit mit den Sportwetten beschäftigen, sind eher kurz angerissen als wirklich detailliert ausgearbeitet. Am Ende läuft es meistens darauf hinaus, dass Lang und Abrams Wetten abschließen und sich dann im Fernsehen anschauen, was passiert. Für einen Film dieser Art reicht das auch komplett aus: Es geht eher um die Dramatik, die über dem gesamten Film hängt, und nicht um das Glücksspiel selbst. Erwarte daher nicht zu viel und vor allem keinen tiefen Einstieg in die Materie der Sportwetten.

Unsere Meinung: Solltest du Das schnelle Geld sehen?

Die größten Vorzüge des Films lassen sich gleich auf dem Plakat ablesen: Pacino, McConaughey, Russo. Kennst du diese drei Namen, weißt du auch, dass sie selten eine schlechte Performance abliefern.

Al Pacino macht seine Sache gewohnt gut, allerdings wird er doch in seiner Karriere recht häufig in die Schublade des mental entfesselten und nicht unbedingt stabilen Mentors gepresst. Du könntest daher den Eindruck bekommen, dies schon einmal anderswo gesehen zu haben. Dass er eine jüngere Person praktisch an die Leine nimmt und dieser die Welt erklärt, wurde ihm schon in vielen anderen Filmen zugetraut – und er macht seinen Job gut, aber eben auch routiniert.

Szene aus "Das schnelle Geld": Al Pacino und Matthew McConaughey beim Abendessen

Auch die Story an sich ist durchaus spannend: Teilweise inspiriert von einer wahren Begebenheit, lässt sich aus der Idee eines begabten Footballspielers und Sportwetten viel machen. Schneller Aufstieg, rasanter Fall, kriminelle Machenschaften: Wenn man weiß, wie es geht, lässt sich aus diesem Sortiment gut ein eindrucksvoller Film basteln. Man bekommt aber stets den Eindruck, dass es in Das schnelle Geld etwas zu flott zur Sache geht.

Der Ex-Footballspieler Lang steckte soeben noch in einem Loch, im nächsten Moment sammelt er erste Erfolge unter Anleitung von Abrams, dann beginnt der Luxus-Lebensstil und ebenso schnell geht es wieder in den Keller. Ein wenig mehr Zeit, um die Charaktere in ihren eigenen Motivationen nachvollziehbar zu gestalten, wäre schön gewesen. Dafür hätten einige eher überflüssige Szenen entfernt werden können.

Was den Film eben “nur” durchschnittlich werden lässt, ist vor allem das letzte Drittel. Die Prämisse des Films ist vielversprechend – aber es scheint, als ob die Idee zwar dagewesen ist. Wie daraus auch eine packende Story von A bis Z zu schreiben ist, wusste der Drehbuchautor offenbar nicht immer. So verlaufen dann auch einige Handlungsstränge im Sand und du erfährst nie, was aus bestimmten – durchaus nicht unwichtigen – Charakteren geworden ist.

Es fehlt außerdem ein wenig an Gewicht: Nachdem Das schnelle Geld zu Ende ist, wirst du ihn ausschalten und wahrscheinlich nicht mehr groß darüber nachdenken. Das kann natürlich auch eine Stärke sein, denn wie eingangs erwähnt, kann der Film über einen Abend wunderbar unterhalten. Suchst du nur das und nicht mehr, bist du bei Das schnelle Geld genau richtig aufgehoben. Mit ein wenig mehr Feinschliff an der Story und vor allem einer besseren Charakterisierung hätte aus dem Film aber noch wesentlich mehr werden können.

Wo kann ich Das schnelle Geld anschauen?

Kaufen kannst du den Film unter anderem auf DVD oder Blu-ray. Dort kostet Das schnelle Geld zwischen 10 und 15 Euro – recht viel Geld für einen Film dieser Art, finden wir.

Alternativ kannst du den Film auch einfach streamen. Allerdings wirst du es in Deutschland recht schwer haben, einen geeigneten Anbieter zu finden. Unter anderem eignet sich Joyn, enthalten ist der Film in der Join PLUS+ Flatrate. Amazon bietet den Film nicht direkt über Prime an, sondern du musst entweder Seven Entertainment oder Kabel Eins CLASSICS abonnieren. Im Originalton gibt es den Film leider nicht zu streamen, dafür ist der FSK-6-Streifen aber überall ungeschnitten.

Fazit: Recht spannend inszeniert, aber…

Stilistisch können wir dem Film keine Vorwürfe machen. Das schnelle Geld lässt sich aufgrund der verwendeten Filmtechniken schnell als ein Film der frühen 2000er identifizieren. Er sieht gut aus, ist rasant erzählt und die 35 Millionen US-Dollar Budget merkst du dem Drama auf jeden Fall an. Spannung ist auch klar vorhanden, aber – wie bereits erwähnt – leider läuft der Film im letzten Drittel ein wenig ziellos vor sich hin und weiß nicht so recht, wie die ganze Sache nun angemessen zu Ende gebracht werden kann. So ist jenes Ende dann auch recht überraschend und abrupt. Daher gilt: Ein guter Film, der aber mehr hätte sein können.

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