Pokerchips, Spielkarten, Roulette-Rad, Würfel und Slot vor schwedischer Flagge

Zu harte Regulierung: In Schweden boomt illegales Glücksspiel

Immer wieder wird deutlich, wie wichtig das richtige Maß an Regulierung im Online-Glücksspiel ist. Zu wenig führt zu einer problematischen Situation wie auf Malta. Zu viel des Guten führt dazu, dass der illegale Markt anwächst, wie das derzeit in Österreich der Fall ist. Ein weiterer Kandidat in der traurigen Liste der zu stark regulierten Länder ist Schweden! Sonst eher als Vorzeigeland in vielen politischen Fragen genannt, hat der nordeuropäische Staat in Sachen Glücksspiel jedoch große Probleme.

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Extrem niedrige Kanalisierung im legalen Markt

In Schweden floriert derzeit der Glücksspielmarkt! Nur leider hauptsächlich der illegale… So gab die zuständige schwedische Behörde Branschföreningen för Onlinespel (BOS) Daten heraus, denen zufolge sich die Kanalisierungsrate im legalen schwedischen Markt derzeit auf einem kritischen Tiefpunkt befinde. Konkret sei diese auf unter 72 % gesunken und somit weit entfernt von den mindestens 90 %, die das erklärte Ziel der schwedischen Regierung sind.

Der Trend geht im Übrigen nicht einmal in die richtige Richtung, sondern im Gegenteil, noch weiter in Richtung illegaler Angebote. Ein kleiner Hoffnungsschimmer sind Sportwettenangebote. Dort platzieren immerhin 84 % der Spielteilnehmer ihre Wetten im legalen Markt. Dennoch gibt sich der zuständige BOS-Generaldirektor Gustaf Hoffstedt äußerst besorgt über diese fatale Entwicklung und äußerste sich folgendermaßen dazu:

„Es besteht kein Zweifel, dass sich das schwedische Lizenzierungssystem in einer ernsten Situation befindet. Der Staat hat viel zu viel Energie darauf verwendet, die lizenzierten Glücksspiel-Unternehmen zur Umsetzung von Maßnahmen zu zwingen, die von den Glücksspiel-Konsumenten nicht gut aufgenommen wurden.“

Dabei kam Hoffstedt auch zu den zahlreichen regulatorischen Maßnahmen zu sprechen, die den Glücksspielanbietern von den schwedischen Behörden auferlegt wurden. Unter anderem stehen erhebliche Einschränkungen von Boni und Einschränkungen bei Sportwetten in der Kritik.

Zusätzlich betonte er, wie besorgniserregend es sei, dass mehr als ein Viertel aller schwedischen Spieler auf illegale Angebote zurückgreifen. Vor allem in Hinblick auf den mangelnden Spielerschutz, sowie der erheblichen Steuereinnahmen, die dem schwedischen Staat entgehen.

Kein neues Phänomen, die Kanalisierung in Schweden sinkt seit Jahren

Die mahnenden Worte des Glücksspielverbandes sowie des Generaldirektors Hoffstedt sind keinesfalls neu. Schon im Jahre 2021 hatte der BOS auf die sich abzeichnende negative Entwicklung aufmerksam gemacht. Leider jedoch, ohne bei der schwedischen Regierung Gehör zu finden. Die höchste Kanalisierungsrate im Online-Glücksspiel konnte in Schweden im Jahre 2019 erreicht werden. Zu dieser Zeit befand man sich mit 88 % auf der Zielgeraden zu den festgelegten 90 %.

Seitdem ging es allerdings kontinuierlich und in steigendem Tempo bergab. Bereits ab 2020 begann der Rückgang auf zuerst 85 % und in weiterer Folge zum jetzigen Tiefpunkt von 72 %. Ob und wie die schwedischen Behörden nun endlich darauf reagieren, bleibt abzuwarten. Klar scheint jedoch, dass sich der Trend ohne weitere Lockerungen für Glücksspielanbieter weiter in die falsche Richtung bewegen wird.

Vergleich zur Glücksspielsituation in Deutschland

In Deutschland wurde 2021 der gesamte Markt des Online-Glücksspiels erstmals im sogenannten Glücksspielstaatsvertrag vollkommen reguliert und legalisiert. Damit ist man deutlich später dran als in Schweden. Auch hierzulande scheiden sich jedoch die Geister an den Bestimmungen und den scharfen Vorgaben. So gibt es Stimmen, denen es gar nie genug reguliert sein kann, wie der Drogen- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung Burkhard Blienert (SPD). Dieser forderte schon mehrfach Werbeverbote und ähnliche Verschärfungen der Gesetzeslage für die Glücksspielbranche. Das schwedische Beispiel lässt grüßen…

Vollkommen anderer Meinung ist hingegen Lars Felderhoff, der Finanzvorstand des ostwestfälischen Glücksspiel-Unternehmens Gauselmann. Dieser forderte jüngst mehr Freiheiten für Spieler, um eine Situation wie sie in Schweden derzeit vorherrscht, zu verhindern. Es wird spannend sein, in welche Richtung sich der deutsche Glücksspielmarkt in Zukunft bewegen wird.

Deine Meinung ist gefragt

Die Regulierung des Glücksspielmarktes hat zweifellos viele Vorteile für den Staat und die Spieler. Teilweise sogar für die Branche selbst. Dabei sind allerdings Fingerspitzengefühl und das richtige Maß entscheidend. Sind die derzeitigen Bestimmungen in Deutschland zu umfangreich? Oder noch gar nicht umfangreich genug? Schreibe uns dazu gerne jetzt einen Kommentar mit deiner Meinung.

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Eine Antwort

  1. Danke für diesen Artikel! In Deutschland spielen zurzeit geschätzte 40% der Spieler im Schwarzmarkt, die Situation ist also noch schlimmer als in Schweden.

    Generell scheint wie Ihr schon schreibt zu gelten: Je restriktiver die Regulierung, desto mehr Spieler wenden sich dem Schwarzmarkt zu. Schade, Schade, dass das in der Politik noch nicht angekommen ist.

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