Frau spielt an einem Spielautomaten

Aktionstag gegen Glücksspielsucht findet breite Unterstützung

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Veröffentlicht am
28. Sep 2023
von David

Am Mittwoch fand der Aktionstag zur Sensibilisierung gegen Glücksspielsucht statt. Dieses jährliche Event, das von Burkhard Blienert (SPD), dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, unterstützt wird, feiert seine 13. Ausgabe. Der bundesweite Spielerschutz-Tag erhält ebenfalls Unterstützung von renommierten Organisationen wie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Auch Vertreter der Glücksspiel-Branche, darunter der Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer (FGA), setzen sich aktiv für die Belange dieses Aktionstags ein. Während des Aktionstags gegen Glücksspielsucht werden bundesweit vielfältige Veranstaltungen organisiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Aufklärung über die Risiken des Glücksspiels und der Förderung von Maßnahmen zur Spielsuchtprävention.

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Suchtbeauftragter warnt vor den Folgen der Spielsucht

Die BZgA nutzt den Aktionstag, um auf die Gefahren des Glücksspiels aufmerksam zu machen. Laut der BZgA besteht bei einigen Glücksspielangeboten das erhebliche Risiko, dass Spieler süchtig werden, da diese häufig schnelle und potenziell hohe Gewinne versprechen. Dies könne dazu führen, dass anfällige Personen exzessiv spielen, was wiederum zu Verschuldung, familiären Konflikten sowie physischen und psychischen Gesundheitsproblemen bis hin zu sozialer Isolation führen kann.

Auch der Suchtbeauftragte Burkhard Blienert meint zustimmend:
„Gut acht Prozent der Erwachsenen in Deutschland zocken mehr, als ihnen guttut. Einige verspielen sogar ihr Hab und Gut, riskieren ihre Gesundheit und kommen nur schwer wieder von der Sucht los. Nicht selten enden solche Spielerkarrieren in der Privatinsolvenz, mit zerstörten Familien oder in der Einsamkeit.“

Blienert lässt keine Gelegenheit aus, um für sein Werbeverbot zu werben

Der Bundesbeauftragte ruft aufgrund der genannten Problematik zu einer verschärften Regulierung des Marktes auf. Er betont die Notwendigkeit eines umfassenden Schutzes für Jugendliche und Spieler sowie weiterer Einschränkungen bei der Glücksspielwerbung und -sponsoring, insbesondere im Bereich der Sportwetten.

In dieser Hinsicht ist seine Ansicht jedoch durchaus stark umstritten. So befürchten viele Experten, dass ein mögliches Glücksspiel-Werbeverbot dem illegalen Markt in die Karten spielen könnte. Umgekehrt würde es dem ohnehin schon stark regulierten legalen Markt schwer machen, Spieler aus dem Schwarzmarkt zu kanalisieren. Viele Experten befürchten daher eine ähnlich dramatische Situation wie in Italien, wo bereits ein solches Verbot herrscht.

Dessen einziger – wohl eher wünschenswerter Effekt – war allerdings bisher nicht der Spielerschutz, sondern nur, dass die meisten Spieler einfach weiter im illegalen Markt zocken. Das legale Angebot hat durch das Werbeverbot keine Chance sich durchzusetzen…

Die Leiterin der Abteilung für themenspezifische gesundheitliche Aufklärung bei der BZgA, Michaela Goecke, unterstützt hingegen Blienerts Forderungen mit vollem Enthusiasmus. Zur Intensivierung der Präventionsmaßnahmen hat die Behörde eigens eine Webseite eingerichtet.

Das Online-Tool “check-dein-spiel.de” bietet Betroffenen und ihren Angehörigen Hilfestellung sowie persönliche und anonyme Beratung. Die Webseite stellt einen Selbsttest zur Verfügung, mit dem jeder sein eigenes Spielverhalten auf problematische Aspekte überprüfen kann. Darüber hinaus informiert sie über weiterführende Unterstützungs- und Beratungsangebote unter den Angeboten “Check Out” und “Time Out”.

Auch die GGL und der Branchenverband unterstützen den Aktionstag

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) beteiligte sich ebenfalls am Aktionstag gegen Glücksspielsucht und stellte eine Informationsbroschüre zur Verfügung. Diese Broschüre bietet eine klare Übersicht über die Spielerschutzmaßnahmen des Glücksspielstaatsvertrags von 2021.

GGL-Vorstand Ronald Benter betonte:
„Uns ist wichtig, dass die breite Öffentlichkeit über die gesetzlichen Regelungen aufgeklärt wird und Spielende besser einschätzen können, welche Angebote illegal und welche legal sind, sich also an die strengen Regeln zum Spielerschutz halten.“

Zu den Spielerschutzmaßnahmen gehören unter anderem anbieterübergreifende Einzahlungslimits und ein Verbot des parallelen Spielens auf mehreren Online-Seiten. Allerdings werden die Einzahlungslimits häufig kritisiert, da sie relativ niedrig liegen und zudem für alle gleich gedeckelt sind – unabhängig von der persönlichen wirtschaftlichen Situation. Die Möglichkeit zur Selbst- und Fremdsperre wird ebenfalls als ein wichtiges Instrument für mehr Spielerschutz hervorgehoben, wie von der GGL betont wird.

Doch auch die Glücksspielbranche selbst zeigt, dass sie sich für einen sicheren Spielerschutz engagiert, wie am Aktionstag vom Fachverband Gastronomie-Aufstellunternehmer (FGA) demonstriert wurde. Der FGA ermutigt seine Mitglieder in einer Erklärung, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und aktiv gegen Spielsucht vorzugehen. Zu diesem Zweck organisiert der Verband Schulungen zur Prävention von problematischem und pathologischem Spielverhalten und setzt sich für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Glücksspielen ein.

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