Rasen eines Fußballfelds mit dem Schriftzug "Dirty Games - Das Geschäft mit dem Sport"

Dirty Games – Das Geschäft mit dem Sport

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Veröffentlicht am
03. Mai 2022
von David

Im Sport geht es nicht immer ganz sauber zu, und das schließt auch Sportwetten mit ein. Denn: Es geht am Ende nun einmal auch um Geld, und wo es Geld zu holen gibt, werden Menschen kreativ und nehmen es mit der Legalität manchmal nicht so genau. Mit dieser Thematik beschäftigt sich Dirty Games – Das Geschäft mit dem Sport.

Die Dokumentation aus Deutschland, größtenteils im Alleingang von Benjamin Best konzipiert, geht intensiv auf Manipulationen und Menschenrechtsverletzungen ein. Dabei werden Sportarten wie Fußball, Boxen, Basketball und andere angeschnitten. Es läuft darauf hinaus, dass Fair Play auf den Spielfeldern vielleicht durchaus großgeschrieben wird – doch hinter den Kulissen sieht es ein wenig anders aus.

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Fakten im Schnelldurchlauf

Erscheinungsdatum: 2. Juni 2016

Laufzeit: 93 Minuten

Originalsprache: Englisch

Regie: Benjamin Best

Drehbuch: Benjamin Best

Altersfreigabe: ab 6 Jahren

Mitwirkende (unter anderem): Tom Donaghy, Christopher Gaffney, Charles Farrell

IMDb-Bewertung: 7.1/10

7.1/10

Um was geht es in Dirty Games?

Dokumentationen dieser Art setzen sich häufig das Ziel, bestimmte Teilbereiche von Sportarten exakt auseinanderzunehmen – vielleicht genau die erste Fußballbundesliga in Deutschland. Benjamin Best holt jedoch wesentlich weiter aus und reist wortwörtlich um die Welt, um zu zeigen, dass es Korruption im Sportbetrieb praktisch überall gibt.

Entsprechend weitreichende Bereiche des Spots werden abgedeckt. Das Paradethema unserer Zeit, die Ausbeutung von Mitarbeitern, um die Fußballweltmeisterschaft in Katar abzuhalten, darf dabei nicht fehlen. Außerdem werden dir Themen begegnen wie Bestechung bei der Vergabe der Austragungsorte der Weltmeisterschaften, manipulierte Boxkämpfe in den USA, bestochene Schiedsrichter in der US-amerikanischen Basketballliga NBA – die auch selbst an Sportwetten beteiligt waren – und mehr. Auch die beschriebenen Randbereiche, wie explizit der türkische Fußball, dürfen nicht fehlen.

Zwei Geschäftsmanner bei der Übergabe von einem Umschlag

Abgedeckt wird eine breite Spanne aus Inhalten. Mal wird ein NBA-Spiel aufgrund einer praktisch lächerlichen Summe von 20 US-Dollar manipuliert, mal geht es um zweistellige Millionenbeträge. Vertraut wird dabei in der Regel auf Personen, die direkt mit den jeweiligen Sportarten in Kontakt stehen: Ein Boxkampforganisator, ein NBA-Schiedsrichter, eine Politikerin aus Australien. Es geht nicht um Hörensagen und vermeintlichen Schwindel, sondern um konkrete Fälle, die eindeutig belegbar sind – etwa Anweisungen, dass Schiedsrichter bei Fouls gegen Koby Bryant anders handeln sollen als gegen die anderen Spieler.

Der Film endet immerhin auf einer positiven Note, als ein Beispiel eines rein von Fans aufgebauten Fußballclubs in England gezeigt wird. Dort funktionieren Werte wie Idealismus tatsächlich noch – vielleicht aber auch nur, weil das große Geld noch keinen Einzug in diesen Club gehalten hat.

Wo wurde Dirty Games gedreht?

Wie bereits erwähnt, ist Dirty Games an vielen Drehorten überall auf der Welt entstanden. Die Dokumentation zeigt viele Inhalte aus Deutschland, es geht für dich aber unter anderem auch in die USA und nach England sowie Italien. Ein Segment des Films spielt in der Türkei, außerdem bekommen wir Ausschnitt aus Belgien und Brasilien zu sehen – und aus Katar, was direkt am Anfang im ersten Abschnitt des Films zu sehen ist.

Kinder spielen Fußball in ärmlicher Stadt

Dies ist dann auch eine der großen Stärken von Dirty Games: Manipulationen gibt es in großen und kleinen Ländern und es geht um kleine ebenso wie große Summen. Das mag alles keine neue Information sein, aber es auf einer derart globalen Ebene zu sehen, ist doch etwas Besonderes.

Zu sehen bekommst du von den verschiedenen Locations unterdessen nicht allzu viel: Der große Teil der Dokumentation wird in Interviews dargestellt, meist spielt sich also alles in Innenräumen, Stadien, Sportplätzen oder ähnlichen Arealen ab. Vermischt wird all das mit persönlichen Geschichten der einfachen Arbeiter vor Ort.

Wahr oder nicht?

Wie es sich für eine Dokumentation gehört, entspricht hier alles der Wahrheit. Es wird nichts dazu gedichtet und “künstlerische Freiheit” oder Ähnliches fehlt hier komplett. Was dir Dirty Games präsentiert, ist tatsächlich so passiert, was der Wirkung des Films nur zugutekommt.

Erfolg an den Kinokassen

Dokumentationen werden praktisch nie mit einer Gewinnabsicht im Hintergrund gedreht, weshalb auch finanzielle Daten schwer zu bekommen sind – sie sind einfach irrelevant. Das Budget könnte aufgrund der zahlreichen Reisen und der gesamten Filmproduktion schon einen hohen sechsstelligen oder niedrigen siebenstelligen Betrag erreicht haben. Mehr würde uns jedoch wundern.

Über das Einspielergebnis an den Kinokassen – dass eine Dokumentation überhaupt einen Kinorelease bekommt, ist schon eine seltene Sache – ist nichts bekannt.

Erfolg bei den Kritikern

Deutlich wichtiger als finanzielle Ergebnisse sind bei einem Dokumentarfilm die Wirkungen, die bei Publikum und Kritikern erreicht werden. Hier konnte Dirty Games in seinem Erscheinungsjahr 2016 voll überzeugen. Unter anderem gewann der Film die folgenden Preise:

Dazu kamen im Laufe der Jahre weitere Preise. Suchst du eine preisgekrönte Dokumentation, bist du bei Dirty Games also genau richtig.

Wie viel Glücksspiel steckt in Dirty Games?

Zwei Hände tauschen Fußball gegen Geldbündel vor einem Fußballspiel im Hintergrund

Auf Sportwetten wird nicht direkt eingegangen, aber sie stehen natürlich deutlich über allem im Hintergrund, wenn es um die Manipulation von Spielen geht. Soll ein Spiel auf eine ganz bestimmte Weise enden und wird dies dann auch so veranlasst von den jeweiligen Personen in Machtpositionen, kannst du dir sicher sein, dass im Hintergrund eine Menge Geld fließt. Dies zu realisieren, entfaltet dann auch eine ganz andere Wirkung als in Spielfilmen, denn hier wird real betrogen – und das Opfer bist vielleicht du.

Unsere Meinung: Unbedingt anschauen

Die typischerweise kritisch eingestellte Webseite IMDb vergibt eine Note von 7,1 von 10 Punkten für Dirty Games. Unserer Meinung nach könnte es ruhig noch ein wenig mehr sein, denn das hätte eine Dokumentation dieser Klasse verdient.

Gut gelungen sind die Integration der verschiedenen Personen, die hier zu Wort kommen, und die Kontraste zwischen Traum und Wirklichkeit. Hier gibt es NBA-Schiedsrichter, die ganz frei herausplaudern, wahrscheinlich Hunderte Spiele in ihrer Karriere manipuliert zu haben – aber nicht auf eigene Faust, sondern auf Anweisung von oben.

Spieler beim Basketball vor großem Publikum

Mal geht es um winzige Summen, mal genug, um eine ganze Familie ihr ganzes Leben zu ernähren. Da kann es schon gelegentlich vorkommen, dass du kopfschüttelnd vor dem Fernseher sitzt (oder wo auch immer du dir den Film anschaust).

Dann wiederum entstehen die besagten Momente der starken Kontraste: Ein Arbeiter in Katar verdient 230 Euro im Monat, um ein ganzes Stadion aufzubauen, wo anschließend Millionäre über den Rasen laufen und Fußball spielen. An der Wand hängt im Hintergrund gleichzeitig ein Bild des großen Idols Cristiano Ronaldo – der im selben Moment wahrscheinlich in einem seiner zahlreichen Häuser sitzt und mit einem Sportwagen im Wert von einigen hunderttausend Euro durch die Gegend düst.

Den gewaltigen Kontrast zwischen der Geldmaschine im Hintergrund und den kleinen Arbeitern, die das alles erst möglich machen, aufzuzeigen, ist wohl die größte Stärke von Dirty Games. Über Wrestling werden aufgrund der inszenierten Kämpfe immer wieder Witze gemacht, aber es kann gut sein, dass du dich nach dem Anschauen von Dirty Games fragst, ob der “normale” Sport wesentlich besser ist als die choreographierten Kämpfe im Ring.

Einen kleinen Nachteil kann man Dirty Games vielleicht andichten, falls man das episodenmäßige Format nicht schätzt. Da der Film zahlreiche Sportarten in vielen Ländern abdeckt, springen wir praktisch von Land zu Land und Sport zu Sport. Es geht weniger um den Tiefgang in eine einzige Sportart, in der dann wirklich jeder Stein umgedreht wird, sondern um eine große Übersicht. Falls dir diese Bandbreite weniger gefällt und du lieber ganz genau über nur ein Thema informiert wärst, könnte dich dies an dieser Dokumentation stören – aber ein realer, objektiver Kritikpunkt ist es natürlich nicht.

Wo kann ich Dirty Games anschauen?

Falls du den Film irgendwo auf DVD findest, ist er relativ teuer. Mit Kosten um die 10 Euro darfst du rechnen. Deutlich verbreiteter als auf DVD und/oder Blu-ray ist Dirty Games jedoch im Streamingsegment.

Dort bietet man dir in Deutschland unzählige Optionen von Amazon über Apple TV und Google Play bis zu MagentaTV. Außerdem sind mit an Bord freenet Video, alleskino, VIDEOBUSTER und CHILI, Cineplex Home sowie maxdome. Kleinere Anbieter wie filmfriend und videociety haben es ebenfalls mit ins Boot geschafft. Die Laufzeit ist mit 90 bis 93 Minuten praktisch überall identisch, einige Dienstleiter schneiden nur den Abspann ab, was zu kürzeren Laufzeiten führt. Die Preise schwanken zwischen 2,99 Euro fürs Ausleihen und 9,99 Euro für einen Kauf.

Fazit: Der Name ist Programm

Gute Dokumentationen entfalten ihren Mehrwert durch die vermittelten Inhalte. Das gelingt Dirty Games ausgesprochen gut, der sprichwörtliche Blick hinter die Kulissen ist äußerst interessant. Gleichzeitig spaziert die Dokumentation aber auch nicht mit dem erhobenen moralischen Zeigefinger durch die Gegend, sondern überlässt das Urteil am Ende dir. Es kommen Personen zu Wort, die ihre Geschichten erzählen – mehr nicht und auch nicht weniger.

Außerdem war es eine gute Idee von Benjamin Best, in vielen verschiedenen Teilen der Welt zu drehen. Andernfalls könnte der Eindruck entstehen, dass Korruption im Sport vielleicht auf bestimmte geografische Regionen oder politische Systeme beschränkt ist. Das ist aber nicht der Fall: Sie ist überall dort, wo Geld ist, und damit allgegenwärtig.

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