Rain Man Titelbild: Tom Cruise und Dustin Hoffman gemeinsam auf einer Parkbank

Rain Man: Vom Autisten, der die Bank sprengte

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Veröffentlicht am
29. Aug 2022
von David

Rain Man war einer der Filme, die Tom Cruise damals zum Durchbruch verhalfen, obwohl Dustin Hoffman für seine Darstellung eines Autisten sehr viel mehr Ehre gebührt. In dem mit über zwei Stunden recht üppig dimensionierten Film von 1988 geht es oberflächlich um die einmaligen Fähigkeiten von Autist Raymond, durch unter jener Oberfläche erzählt Rain Man von der Beziehung der beiden Brüder und wie diese sich im Laufe der Zeit ändert. Damit ist Rain Man auch einer der typischen Feel-Good-Filme, die Hollywood in dieser Ära am Fließband produziert hat. In dem recht langsam erzählten Film musst du zwar ein wenig Durchhaltevermögen beweisen, aber dafür wirst du immer wieder mit tollen Szenen belohnt.

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Fakten im Schnelldurchlauf

Erscheinungsdatum: 16. Dezember 1988

Laufzeit: 134 Minuten

Originalsprache: Englisch

Regie: Barry Levinson

Drehbuch: Barry Morrow und Ronald Bass

Altersfreigabe: ab 12 Jahren

Stars: Dustin Hoffman, Tom Cruise, Valeria Golino

IMDb-Bewertung: 8.0/10

8/10
Video-Vorschaubild zum Film Rain Man

Als Charlies (Tom Cruise) Vater stirbt, reisen er und seine Freundin Susanna (Valeria Golino) nach Cincinnati, um die Erbschaftssache zu klären. Dort erfährt Charlie, dass er nur einige Rosenbüsche und einen Buick Roadmaster von 1949 erbt, während drei Millionen US-Dollar einer örtlichen psychiatrischen Klinik zukommen. Dort angekommen, trifft Charlie auf Raymond (Dustin Hoffman) – seinen Bruder, von dem er bislang nichts wusste und der an Autismus und dem Savant-Syndrom leidet.

– Achtung: Zwar wird Rain Man nicht von seiner Story getragen, aber Überraschungen hält der Film dennoch bereit – und diese nehmen wir jetzt vorweg. Überspringe diese Sektion, wenn du Spoiler vermeiden willst.

Raymond hat ein außergewöhnlich gutes Gedächtnis, aber zeigt wenig emotionale Ausdruckskraft. Charlie nimmt ihn mit, um eine Nacht in einem Hotel zu verbringen. Dort reagiert Susanna jedoch genervt auf die Art, wie Charlie mit seinem Bruder umgeht, und verlässt ihren Freund kurzerhand. Anschließend versucht Charlie, das Sorgerecht für Raymond zu gewinnen, um so letztendlich die drei Millionen US-Dollar unter seine Kontrolle zu bringen.

Charlie macht den Vorschlag, nach Los Angeles zu fliegen, doch Rayman fliegt nicht gerne und besteht auf einer Reise per Auto. Beide machen sich auf den Weg, der sich als beschwerlich herausstellt: Raymond hat klare Tagesabläufe, die unbedingt eingehalten werden müssen, da er sonst wütend wird. Nachdem beide einen Unfall auf der Interstate sehen, lässt Raymond Charlie wissen, dass er ab jetzt nicht mehr entlang der Interstate fahren wird.

Auf ihrer Reise wird Charlie langsam bewusst, dass Raymond selbst sehr komplexe Berechnungen innerhalb kurzer Zeit anstellen kann. Er zählt hunderte Objekte innerhalb von Sekundenbruchteilen. Charlie wird bewusst, dass der “Rain Man” in seiner Kindheit echt war: Bis hierhin dachte er, es hatte sich nur um einen imaginären Freund gehandelt, aber nun merkt er, dass der Rain Man von damals Raymond war. Nach einem Unfall, an dem Raymond unbeteiligt war, schickte dessen Vater Raymond schließlich in die Klinik, da Raymond keine Worte finden konnte, um sich zu verteidigen.

Inzwischen stellt sich heraus, dass Charlie aufgrund eines schiefgegangenen Lamborghini-Deals hohe Schulden hat. Als beide schließlich Las Vegas erreichen, entscheiden sie sich dazu, vor Ort zu bleiben und Raymonds Fähigkeiten zu nutzen, um beim Black Jack durchs Kartenzählen groß zu gewinnen. Charlie und Raymond bekommen 86.000 US-Dollar, was ausreicht, um die Schulden zu bezahlen. Außerdem treffen sie sich vor Ort mit Susanna, die wieder mit Charlie zusammenkommt.

Dr. Bruner, einer der Leiter der Klinik, in der Raymond untergebracht war, bietet Charlie daraufhin 250.000 US-Dollar an, um Raymond wieder in die Obhut der Ärzte zu geben. Ob er dieses Angebot annimmt und sich von seinem Bruder abwendet oder nicht, wirst du herausfinden, wenn du dir Rain Man gleich anschaust!

Schauspielerinnen und Schauspieler

Viele gute Schauspieler haben es in Rain Man geschafft:

Wie es in Road-Movie-ähnlichen Filmen immer der Fall ist, liegt der Fokus auf wenigen Personen, die zahlreichen Nebendarstellern begegnen. Dustin Hoffman und Tom Cruise stehlen hier eindeutig allen anderen Mitwirkenden die Show. Für seine Darstellung des Autisten Raymond wurde Hoffman in diesem Jahr mit dem Oscar für den besten Hauptdarsteller ausgezeichnet – absolut gerechtfertigt. Beim Anschauen wird dir seine Performance lang im Gedächtnis bleiben. Cruise ist ebenfalls gut, wie immer, und die Dynamik in diesem sehr ungleichen Brüderpaar ist wunderbar anzusehen. Dass die anderen Personen da nicht weiter auffallen, ist absolut zu verschmerzen.

Wo wurde Rain Man gedreht?

Das recht hohe Budget von 25 Millionen US-Dollar wurde weiträumig investiert, insgesamt ging es für Rain Man nach Ohio, Kentucky, Oklahoma, Nevada, Indiana und Kalifornien.

Das Haus, in dem Charlie aufwuchs, liegt in Cincinnati und dort an der 2 Beech Crest Lane im East Walnut Hills Viertel. Das Gebäude sieht heute immer noch sehr ähnlich aus. Als Charlie die 3 Millionen US-Dollar einfordern will, geschieht dies im fiktiven “Cincinnati Trust”. Dafür musste die Lobby des Dixie Terminals an der 120 East Fourth Street herhalten. Gebaut wurde das Gebäude schon 1921, heute existiert es noch immer. Darin befinden sich nun Büros und Geschäfte. Die Lobby kannst du jederzeit betreten.

Raymond befindet sich im Film in der Institution “Wallbrook“, die es aber nie gegeben hat. Stattdessen befand sich dort längere Zeit eine Kirche, die St. Anne’s Convent, an der 1000 Saint Anne Drive südöstlich von Cincinnati. Heute ist das Gebäude eine Montessorischule. Die Beerdigung des Vaters wurde am Evergreen Cemetery gefilmt, der sich in Kentucky in Newport befindet. Als sich Charlie und Raymond endlich auf große Tour begeben, fahren sie über die John A. Roebling Bridge, die als Inspiration für die Brooklyn Bridge in New York diente.

Ein größeres Stück des Films spielt schließlich in Nevada in Las Vegas. Als Raymond dort demonstriert, wie gut er Karten zählen kann, findet dies standesgemäß im Caesars Palace am 3570 South Las Vegas Boulevard statt. Heute sieht der Gebäudekomplex natürlich komplett anders aus, aber betreten kannst du ihn jederzeit.

Als Raymond und Charlie Las Vegas wieder verlassen, liefern sie Charlies Freundin Susanna in San Pedro ab, dort springt sie an den Ocean View Apartments aus dem Fahrzeug. Möchtest du Charlies Zuhause in Los Angeles besuchen, kannst du dies am 1599 Sunset Plaza Drive in West Hollywood versuchen. Das Pink Cadillac Cafe, in dem Charlie und Raymond Pfannkuchen essen, gibt es leider nicht mehr: Zwar existiert das Gebäude noch, aber heute findest du dort ein asiatisches Restaurant.

Wie viel an Rain Man ist wahr?

Die Geschichte an sich ist von Drehbuchautor Barry Marrow vollkommen erfunden. Allerdings basiert die Geschichte auf der Begabung eines realen Menschen: Kim Peek, der 1951 und 2009 in den USA geboren und gestorben ist. Der war zwar kein Autist wie Raymond im Film, aber er hatte eine Inselbegabung und litt unter dem Savant-Syndrom. Jene Behinderung hatte zwar gravierende Folgen auf sein gesamtes Leben, aber dafür wurde er mit einem außergewöhnlichen Gedächtnis gesegnet. Mit gerade einmal 16 Monaten begann er zu lesen, während er mit vier Jahren komplette Lexikonbände Wort für Wort zitieren konnte.

Zum Ende seines Lebens kannte er 12.000 Bücher auswendig, wobei er etwa sieben Sekunden pro Seite brauchte, um sie sich vollständig einzuprägen. Auch in Disziplinen wie dem Auswendiglernen von Straßennetzen, Busverbindungen, Telefonnummern und ähnlichen Daten war er “normalen” Menschen weit voraus. All dies faszinierte Barry Marrow derart, dass er daraus die Inspiration für Rain Man gewann.

Erfolg an den Kinokassen

Seinerzeit war Rain Man ein grandioser Erfolg. Dies lag daran, dass es erstens ein Film für jedermann ist: Mit dieser Geschichte können alle Kinogänger etwas anfangen, die Zielgruppe war entsprechend groß. Außerdem veröffentlichte das Filmstudio MGM Rain Man im Dezember, also einer sehr umsatzstarken Zeit. Zusammen ergibt dies einen Gewinn an den Kinokassen von 355 Millionen US-Dollar. Gekostet hat das Drama aber nur 25 Millionen US-Dollar – ein riesiger Gewinn. Zusammen mit (damals) VHS-Kassetten, DVDs und Blu-rays sowie Streaming wird der Film die Grenze von einer halben Milliarde Euro locker hinter sich gelassen haben.

In Deutschland wurde der Rain Man für seinen Erfolg unter andrem mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Ist Rain Man sein Geld wert?

Auf IMDb hält Rain Man einen sehr starken Durchschnitt von 8,0 von 10 Punkten. Außerdem gewann der Film vier Oscars und unzählige andere Preise. Das allein sollte dir einen guten Überblick über den Status dieses Films geben.

Rain Man ist einer der besten Filme der 1980er – ganz egal, ob mit Glücksspielbezug oder ohne. Für seine Darstellung eines Autisten wurde Dustin Hoffman unzählige Male ausgezeichnet (absolut gerechtfertigt). Tom Cruise spielt eine Rolle, die für ihn etwas ungewöhnlich ist, da er anfangs überhaupt nicht sympathisch ist, was man von ihm in den meisten Filmen nicht kennt. Das ergibt über die gesamte, recht lange Laufzeit eine tolle, absolut sehenswerte Mischung.

Seine besten Szenen hat der Rain Man in den Momenten, in denen wir Raymond wie ein stiller Beobachter folgen. Dem Film gelingt es gut, uns die Welt aus den Augen eines Autisten zu zeigen. Alltägliche Dinge entfalten auf einmal eine Magie, an der andere Menschen wohl einfach vorbeilaufen. Dies – und die Dynamik zwischen dem Brüderpaar – sind die besten Momente von Rain Man.

Was etwas kurzkommt, ist die Story – allerdings ist das in praktisch allen Road-Trip-Filmen der Fall. Wir müssen keine schwierige Aufgabe lösen, sondern sind einfach im Leben zweier Personen dabei und beobachten diese. Findest du Charlie und Raymond langweilig, wirst du daher auch Rain Man nichts abgewinnen können: Mit diesen beiden Charakteren steht und fällt der Film.

Wie viel Glücksspiel steckt in Rain Man?

Raymond und Charlie sitzen im späteren Filmverlauf in einem Casino und spielen dort Black Jack. Dieses Spiel eignet sich am besten, um von den außergewöhnlichen Fähigkeiten von Raymond Gebrauch zu machen. Allerdings darfst du nicht erwarten, dass hier ein typischer “Spielerfilm” vorliegt. Die beiden gewinnen eine recht hohe Summe und es wird gezeigt, dass sie häufig und viel gewinnen und so mit einer großen Menge Geld aus dem Casino gehen. Allerdings sind diese fünf bis zehn Minuten auch die einzigen Glücksspielmomente im Film.

Ganz akkurat ist Rain Man hier außerdem nicht: Kartenzählen funktioniert zwar, aber die Technik schiebt deinen Vorteil gegenüber der Bank nur auf etwas mehr als 50 %. Du wirst also noch immer viel Geld verlieren, aber im Durchschnitt eben etwas mehr Geld gewinnen. Langfristig kannst du Black Jack somit gewinnbringend spielen. Im Film verlieren Raymond und Charlie praktisch keine einzige Hand. Das ist zwar unrealistisch, aber wir müssen eben der Tatsache ins Auge sehen, dass es sich hier um einen Film handelt – von daher geben wir keinen Punktabzug.

Wo kann ich Rain Man anschauen?

Reicht dir ein Stream für diesen Film aus, bieten den Film in Deutschland beispielsweise Amazon sowie Sky Go und der Sky Store an. Außerdem wirst du fündig bei MagentaTV, dem MGM-Channel bei Amazon, Apple TV sowie der WOW-Sektion von Sky. Freigegeben ist Rain Man ab 12 Jahren, in Deutschland ist der Film immer ungeschnitten zu sehen (einige Anbieter schneiden jedoch den Abspann weg, was zu einer fünf Minuten kürzeren Laufzeit führt). Bei allen Streamingplattformen hast du außerdem die Wahl zwischen der deutschen und englischen Variante. Die Kosten belaufen sich auf mindestens 3,99 Euro und maximal 9,99 Euro für einen Kauf der 4K-Version (die es exklusiv bei Apple TV gibt).

Möchtest du Rain Man kaufen, kostet dich dies für einen Film von 1988 erstaunlich viel. Die DVD kostet fast 11 Euro, die Blu-ray-Version kostet 12 Euro. Angesichts des winzigen Unterschiedes raten wir natürlich zur Blu-ray. Da Rain Man immer wieder gut angeschaut werden kann, ist ein Kauf bei diesem Film garantiert nicht verkehrt.

Fazit: Ein Film, den du nicht verpassen darfst

Sind die Glücksspielmomente auch recht rar gesät, unterhält Rain Man dennoch hervorragend über die mehr als zwei Stunden Laufzeit. Hoffmans Performance kann nicht oft genug erwähnt werden – und dem Drehbuch gelingt es perfekt, zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinanderstoßen zu lassen, die erst nach und nach zu sich finden. Autist Raymond und Businessmensch Charlie passen überhaupt nicht zueinander, aber am Ende dann eben doch. Längen bietet der Film praktisch keine, von der ersten bis zur letzten Minute wirst du gefesselt dabei sein – und Rain Man dann wahrscheinlich immer wieder mal anschauen.

Alexey Stiop/shutterstock.com
Bildnummer 1806468058

Joao Carlos Medau/commons.wikimedia.org/wiki/File:Caesars_Palace_(9179189654).jpg
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