Mann am Laptop, auf dem ein Pokerspiel zu sehen ist und mit Pokerchip in der Hand

Der illegale Glücksspielmarkt in Frankreich gerät außer Kontrolle

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Veröffentlicht am
08. Dez 2023
von David

Wie praktisch alle Länder in Europa hat auch Frankreich stark mit dem illegalen Schwarzmarkt im Glücksspielbereich zu kämpfen. Nun warnte die französische Glücksspielbehörde, die Autorité Nationale des Jeux (ANJ), eindringlich vor den Gefahren illegaler Online-Casinos. Hintergrund ist eine von der Behörde in Auftrag gegebene Studie, die von Pricewaterhouse Coopers (PwC) durchgeführt wurde.

Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass der Schwarzmarkt im Online-Glücksspielbereich in Frankreich im Jahr 2023 ein Marktvolumen von über 1,5 Mrd. Euro erreicht hat. Das ist vor allem insofern problematisch, da im illegalen Markt praktisch keine – oder nur eingeschränkte – Spieler- oder Jugendschutzmaßnahmen ergriffen werden. Erklärtes Hauptziel der Untersuchung war, den gesamten Umfang des Schwarzmarktes zu evaluieren und besser zu verstehen, so die ANJ.

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Illegale Angebote profitieren von leichtem Zugang

In den Monaten Januar bis März 2023 identifizierte die beauftragte PwC insgesamt 510 illegale Online-Glücksspiel-Websites, die in Frankreich aufgerufen werden können. Etwa die Hälfte dieser Websites besitzt eine Lizenz aus Curaçao. Kriterien für die Definition eines illegalen Anbieters waren das Fehlen einer Lizenz der französischen Glücksspielbehörde (ANJ), das Angebot von Online-Glücksspielen mit Echtgeld und die Zugänglichkeit für Spieler innerhalb Frankreichs ohne die Verwendung von VPN-Technologie.

Die 510 identifizierten illegalen Plattformen generierten jährlich zwischen 748 Mio. und 1,5 Mrd. Das ist vor allem hinsichtlich dessen bedenklich, wenn man sich die Gesamteinnahmen des Online-Glücksspiels in Frankreich ansieht. Diese liegen nämlich bei 2,96 Mrd. Euro. Der Schwarzmarkt nimmt also mehr als 50 % der gesamten Online-Glücksspieleinnahmen ein

Auf diese entfielen rund 60 % der gesamten Besucherzahlen. Über 50 % des gesamten Traffics werde zudem von Online-Casinospiele wie Roulette, Blackjack, Baccarat, Craps und Würfelspiele und natürlich Online-Slots generiert. Das Problem dabei: Diese Echtgeld-Spiele sind in Frankreich allesamt verboten! Durch das unbestreitbar hohe Interesse der französischen Spieler empfahl der Rechnungshof im September unter anderem die Legalisierung der genannten Spielformen.

Spieler wollen vor allem ohne Limit zocken

In der Studie sollte neben den genannten Punkten auch eruiert werden, aus welchen Gründen so viele Spielerinnen und Spieler unbewusst oder bewusst am illegalen Online-Glücksspiel teilnehmen. Eine Befragung ergab, dass ca. 3 Millionen Menschen mindestens einmal im Monat ein illegales Online-Glücksspielangebot nutzen. Geschätzt ignoriert die Hälfte davon bewusst, dass sie illegal zocken!

Doch das ist noch nicht alles. Denn in der Studie versuchte man auch herauszufinden, wie die Spieler auf die illegalen Plattformen gelangen. Das Ergebnis: 19 % über Online-Suchmaschinen und jeweils 18 % über Online-Werbung und Soziale Netzwerke. Die befragten Spieler gaben auch gute Begründungen für ihr verbotenes Spiel an. Erschreckenderweise dieselben, die auch in Deutschland für ein starkes Interesse am Schwarzmarkt sorgen, nämlich Abwesenheit von Einsatzlimits, keine Identitätsprüfungen, höhere Gewinnmöglichkeiten und ein größeres Spielangebot.

Die größten Nachteile am Schwarzmarkt ergeben sich für Minderjährige und Problemspieler

Das Fehlen von Limits, Identitätsprüfungen und anderen Spieler- und Jugendschutzmaßnahmen ist vor allem für Minderjährige sowie Spielerinnen und Spieler mit problematischem Spielverhalten ein enormes Risiko.

Minderjährige oder auch gesperrte Spieler könnten in illegalen Online-Casinos ungehindert und ungeschützt zocken. Etwa 79 % der Einnahmen am Schwarzmarkt kämen laut der Studie von Personen mit riskantem oder problematischem Spielverhalten

Ein weiteres Risiko ergibt sich bei den GewinnenDenn es gäbe keine Garantie, dass diese auch ausbezahlt würden. Und in dem Fall wäre auch das französische Justizsystem machtlos. Auch der Datenschutz komme bei solchen Angeboten deutlich zu kurz und es bestehe die Gefahr, dass beispielsweise Bankdaten gestohlen werden.

Fazit: Nur ein starker legaler Markt kann gegen den Schwarzmarkt bestehen

Zusammenfassend kann gesagt werden – was Branchenvertreter und Experten immer wieder betonen – dass der illegale Glücksspielmarkt nur mit einem attraktiven legalen Angebot zurückgedrängt werden kann. Das sollten sich vor allem die heimischen Politiker zwischen die Ohren schreiben, die unermüdlich versuchen, eben jenes legale Angebot stark einzuschränken. Zuletzt zeigte vor allem die SPD Bestrebungen, den ohnehin für viele Spieler eher unattraktiven legalen Glücksspiel-Markt noch weiter einzuschränken. Wohin das führen würde, zeigt uns das französische Beispiel nun sehr gut!

Tatiana Maksimova/shutterstock.com

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