Polizist von hinten, im Hintergrund ein Spielautomat

ZDF veröffentlicht Bericht zur geplanten Justizreform im Glücksspiel

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Veröffentlicht am
03. Apr 2024
von David

Die vom Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann geplante Justizreform zum Glücksspiel in Deutschland hält die Branche nach wie vor in Atem. Der FDP-Politiker sah sich in jüngster Vergangenheit bereits harter Kritik seitens verschiedener Institutionen und Verbände entgegen. Darunter die Deutsche Automatenwirtschaft (DAW), die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und der deutsche Richterbund.

Doch nun nahm sich auch das ZDF des Themas an und veröffentlichte eine umfassende Reportage über die Situation des Glücksspiels in Deutschland, den Schwarzmarkt sowie den möglichen Folgen, wenn die Reform des Glücksspielparagrafen tatsächlich so umgesetzt werden sollte. Unter dem Titel: “Glücksspiel und Kriminalität – illegal aber bald straffrei?” teilt der Fernsehsender schockierende Erkenntnisse

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Die Reportage beginnt mit einem Polizeigroßeinsatz

Die Reportage beginnt um 2 Uhr nachts in einem Hinterhof in Köln, mit einer Szenerie, die in Deutschland mittlerweile häufig, aber noch nicht häufig genug vorkommt. Ein illegaler Glücksspielring wird von über 200 Beamten der Kriminalpolizei gesprengt. Dabei werden dutzende tatverdächtige Spieler und Veranstalter festgenommen. Ausschlaggebend war ein Tipp aus der Nachbarschaft mit anschließender Observation, die mehrere Monate andauerte.

„Generell kann man sagen, dass hier diejenigen, die das Glücksspiel betrieben haben, sehr konspirativ vorgegangen sind […] Es handelte sich hier um ein zweites Untergeschoss, also der tiefste Bau des Hauses, in dem das Glücksspiel stattgefunden hat […] Wir hatten mehrere Pokertische, die heute bespielt wurden, darüber hinaus haben wir noch 2 Glücksspielgeräte festgestellt, die allerdings illegal sind“, erklärt Kriminaloberrat Benjamin Heller von der Kölner Polizei.[1]

Während der Razzia wurden mehrere illegale Spielautomaten, Pokertische, Jetons und auch eine „riesen Menge Bargeld sichergestellt“, in Summe ganze 150.000 Euro! Das gibt einen guten Einblick darüber, wie professionell die Betreiber des illegalen Glücksspiels hier vorgehen. Insgesamt wird gegen 38 verdächtige Männer und Frauen ermittelt. Erst vor kurzem warnte die Polizei deutsche Spieler vor der Teilnahme am illegalen Glücksspiel.

Illegales Glücksspiel eng verbunden mit der Clankriminalität

Der illegale Glücksspielmarkt boomt in Deutschland. Und das ist nicht verwunderlich, denn laut ZDF-Recherche erwirtschaftet der Schwarzmarkt in Deutschland jährlich mehr als 3 Milliarden Euro, die natürlich auch an der Steuer vorbeigehen. Die Polizei stellt dabei auch einen engen Zusammenhang mit der Clankriminalität her.

„Also wir stellen als GDP einen Anstieg der Fallzahlen und der Verbreitung des illegalen Glücksspiels in Deutschland fest […] Insbesondere die organisierte Kriminalität ist mit diesem Deliktsbereich fest verbunden […] Die Spieler spielen, sie sind süchtig, sie setzen Autos, Immobilien und verschulden sich. Und das will die organisierte Kriminalität durchaus ausnutzen […] um damit natürlich Gewinn zu erzielen“, erklärt Alexander Poitz seines Zeichens stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei. (GdP)

Zu harte Regulierung schuld an der Situation?

Zu Wort kommt auch Georg Stecker, der Präsident des Branchendachverbandes der Deutschen Automatenwirtschaft (DAW). Dabei verweist auch die Reportage darauf, dass legale Spielhallen durch den illegalen Markt vertrieben werden, weil sie durch die harte Regulierung nicht konkurrenzfähig sind.

„Das können sie ja am Beispiel Berlin sehr gut studieren, die durch eine massive Reduktion der legalen Unternehmen durch Regulierung – einer verfehlten Regulierung – hat sich hier illegales Spiel in vielfältigen Formen ausgebreitet, auch illegale Geräte. Und andererseits legale Unternehmen wie Admiral oder Merkur sich komplett aus Berlin zurückgezogen haben, das ist natürlich eine fatale Entwicklung.“, erklärt Georg Stecker dazu.

Befragter Spielsüchtiger: „Regulierung macht das legale Glücksspiel unattraktiv“

Die Meinung des Verbandspräsidenten Georg Stecker wird von einem in der Reportage befragten Spielsüchtigen, der anonym bleiben wollte, gestärkt. Dafür hat er auch gute Gründe, denn auch er spielt laut eigener Aussage mehrfach am illegalen Markt und macht sich damit strafbar. Er tut es dennoch, weil er das legale Angebot nicht für attraktiv genug hält.

„Der Kick ist auf jeden Fall größer. Man kann alles gewinnen, man kann alles verlieren […] Diese Ungewissheit […] Das schnelle Geld und die Möglichkeit zu spielen, obwohl ich gesperrt bin […] Ich glaube, viele gesperrte Spieler gehen gerne in diese illegalen Einrichtungen.“, erklärt der anonyme Spielsüchtige.

Das hat auch einen Grund. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind am illegalen Markt deutlich höher, wie auch der ZDF-Bericht erläutert. Legale Geräte nehmen nämlich höchstens 10 € an und können mit nur 0,20 € pro Spielrunde gezockt werden. Illegale Geräte laufen hingegen ohne Limit. In der Reportage zeigt ein Polizeibeamter, wie schnell man in einem illegalen Spielgerät 200 € verlieren kann. Nämlich binnen 3 Sekunden!

Auch Gutachter, Politiker und andere kommen zu Wort

In der Reportage kommen weitere Experten, Gutachter und sogar Politiker zu Wort, die das Für und Wider der harten Regulierungen und der dramatischen Situation des Glücksspiels in Deutschland beleuchten. Auch die angedrohten Strafen für Beteiligung und Veranstaltung von illegalem Glücksspiel wird beleuchtet.

Was wirklich passieren muss, um den Schwarzmarkt zurückzudrängen, wird wohl noch lange diskutiert werden. Unbestritten ist wohl, dass etwas geschehen muss. Wenn du Interesse am gesamten Bericht hast, kannst du dir den 10-minütigen ZDF-Bericht direkt hier ansehen.

www.zdf.de

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